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Inzidenz in Potsdam jetzt unter 50 – Bürgermeister aber gegen zu schnelle Lockerungen

Inzidenz in Potsdam jetzt unter 50 – Bürgermeister aber gegen zu schnelle Lockerungen

An einer Fußgängerzone in Potsdam steht ein Schild, dass auf die Maskenpflicht hinweist
Foto: picture alliance/dpa

Gute Nachrichten in Potsdam! Der Corona-Inzidenzwert in der Brandenburger Landeshauptstadt liegt am Samstag bei 48,2 und damit unter der Marke von 50. Dennoch spricht sich der Bürgermeister gegen eine zu schnelle Lockdown-Lockerung aus.

Das Gesundheitsamt registrierte in den vergangenen 24 Stunden acht Neuinfektionen, wie es am Samstag in einer Pressemitteilung heißt. Letztmalig sei ein Inzidenzwert von unter 50 in der Woche nach den Herbstferien am 26. Oktober 2020 ausgewiesen worden. Danach seien die täglich erhobenen Werte über Wochen angestiegen und hätten zu Weihnachten mit 313 ihren Höchststand erreicht. Nun endlich die Trend-Umkehr.

Oberbürgermeister Mike Schubert erklärt dazu: „Die Neuinfektionen sinken und die harten Maßnahmen aus dem Dezember und Januar zeigen Wirkung. Es hat sich als richtig erwiesen, dass wir in Potsdam versucht haben, die persönlichen Kontakte strikt zu reduzieren.“

ABER: Vor dem Hintergrund der Potsdamer Erfahrungen unterstütze er Brandenburgs Ministerpräsidenten Dietmar Woidke, der sich gegen zu schnelle Lockerungen ausgesprochen hatte.

Schubert: „Der Ministerpräsident hat Recht, wenn er darauf verweist, dass wir jetzt nicht nachlassen dürfen. Wir sollten auch in Potsdam den Tag nicht vor dem Abend loben. Wir müssen den harten Weg jetzt zu Ende gehen, damit wir nicht erneut von vorne anfangen.“

Keine zu großen Spielräume

Schubert warnt deshalb davor, in einer neuen Eindämmungsverordnung des Landes zu große Spielräume für lokale Entscheidungen zu ermöglichen. Der Potsdamer Bürgermeister: „Ich weiß, dass die Verlockung jetzt groß ist, eigene kommunale Lockerungslösungen zu fordern. Aber das ist eine Pandemie und keine lokale Infektionslage. Das Virus macht an keiner Stadtgrenze oder Landesgrenze halt. Pendlerbeziehungen zwischen Cottbus und den umliegenden Landkreisen oder aus Potsdam-Mittelmark nach Potsdam sind genauso alltäglich wie länderübergreifende Kontakte nach Sachsen, Berlin oder Mecklenburg-Vorpommern.“

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Und weiter: „Deshalb brauchen wir ein landesweit abgestimmtes Stufenkonzept für die Öffnung, das auch mit den Regelungen in unseren Nachbarbundesländern zusammenpasst. Sinnvoll erscheint es, wenn ein solches Konzept mit einer landesweiten Teststrategie für die ersten Monate verbunden würde, um einen erneuten Ausbruch schnell zu erkennen.“

Nach dem Gespräche der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin in der kommenden Woche könnte bei einer Videokonferenz aller Landkreise und kreisfreien Städte, der kommunalen Spitzenverbände und der Landesregierung ein Stufenplan für Brandenburg entwickelt werden.

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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