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Einer der beiden Infizierten war kurz zuvor in Südafrika!

Einer der beiden Infizierten war kurz zuvor in Südafrika!

Das Humboldt-Klinikum in Reinickendorf steht wegen der britischen Virus-Mutation unter Quarantäne
Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentral

Um 13.17 Uhr erreichte am Freitag Berlins Mediziner und Gesundheitspolitiker die nächste Hiobsbotschaft: In der Hauptstadt wurde nun auch die südafrikanische Virusvariante B.1.351 nachgewiesen, teilte Vivantes mit.

„Es handelt sich um zwei voneinander unabhängige Fälle“, so das Unternehmen. „Beide Fälle sind von außen ins Krankenhaus eingetragen und direkt isoliert untergebracht worden. Es handelt sich um einen Fall im Vivantes Humboldt-Klinikum (ohne Reiseanamnese) sowie um einen im Vivantes Klinikum Spandau (aus dem südöstlichen Südafrika eingereist).“

Die beiden Kliniken versorgen bereits Fälle mit der britischen Corona-Mutation B.1.1.7. Insgesamt sind 30 Patienten und Mitarbeiter von Vivantes davon betroffen. Hinzu kommen eine Nachbarin und eine Angehörige von früheren Patienten sowie fünf Fälle, die an der Charité festgestellt wurden.

Einer der beiden Infizierten war kurz zuvor in Südafrika!

Das Vivantes-Klinikum in Spandau verfügt über 600 Betten (Foto: picture alliance / Arco Images)

Das Problem mit der südafrikanischen Mutation: Sie gilt als 50 Prozent ansteckender! Und: Bei einer Studie erzielten die Impfstoffe von Moderna und Biontech/Pfizer (anders als bei der britischen Variante) eine geringere Schutzwirkung.

Beim Impfmittel von der US-Firma Novavax (kurz vor der Zulassung) lag sie bei nur 50 Prozent! Zudem zeigen Untersuchungen aus Südafrika, dass auch die Antikörper Genesener deutlich weniger wirksam waren!

Ganz einig sind sich die Virologen allerdings (noch) nicht. In der Diskussion ist bereits eine dritte Impfdosis – als zusätzlicher Schutz gegen neue Virus-Varianten.

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (53, SPD) macht sich wegen B.1.351 große Sorgen. Sie kann aber nicht sagen, ob es weitere Fälle in Berlin gibt. „Wir sind gewarnt, müssen aber die offiziellen Meldewege zur finalen Bestätigung respektieren“, so die Politikerin zur B.Z. „Wir erwarten mehr und weitere Mutationen zu sehen.“

Einer der beiden Infizierten war kurz zuvor in Südafrika!

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) (Foto: Wolfgang Kumm/dpa)

Und weiter: „Die Sequenzierungen in den Laboren zeigen dahingehend schon steigende Ergebnisse an. Wir müssen sehr wachsam sein und alles für eine Eindämmung insbesondere der Mutationen tun.“

Bedeutet: Weitere Fälle sind wahrscheinlich. Zumal britische und südafrikanische Virus-Varianten nicht die einzigen sind.

Mittlerweile gibt es auch Mutationen aus Brasilien (P.1) und Kalifornien (B.1.426). In Deutschland gibt es bisher rund 150 Nachweise anderer Corona-Varianten.

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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