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Staatssekretär dämpft Erwartungen auf schnelle Impftermine für alle Berliner

Staatssekretär dämpft Erwartungen auf schnelle Impftermine für alle Berliner

In den Impfzentren gibt es schon jetzt kaum freie Termine
Foto: picture alliance/dpa

Nach der überraschend angekündigten Aufhebung der Impfpriorisierung in Berlin hat Gesundheits-Staatssekretär Martin Matz die Entscheidung verteidigt und Erwartungen gedämpft.

Man bitte alle in Berlin, nicht zu glauben, dass es auf einen Schlag nun schon mehr Impfstoff gebe und man in jedem Fall am Montag einen Termin bekomme, sagte der SPD-Politiker am Donnerstagabend im RBB. Die Nachfrage werde noch eine Weile das Angebot übersteigen.

Staatssekretär dämpft Erwartungen auf schnelle Impftermine für alle Berliner

Michael Müller (l., SPD), Regierender Bürgermeister, und Martin Matz (SPD), Staatssekretär für Gesundheit in der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung (Foto: Jörg Carstensen/dpa)

Auf die Kritik der Kassenärzte angesprochen sagte Matz, der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) habe schon vor Wochen den Wunsch geäußert, die Priorisierung aufzuheben. Damals wäre es dafür zu früh gewesen. „Aber wir haben gerade auch diese Woche noch einmal darüber gesprochen, dass wir das erwägen“, sagte Matz. Die KV hatte fehlende Absprache moniert und befürchtet Chaos in den Praxen durch weitere Anfragen von Impfwilligen.

Die Aufhebung ab Montag umzusetzen, bedeute auch nicht, dass die bisherige Priorisierung völlig durcheinander gerate, sagte Matz. Noch ungeimpfte Patienten aus den drei Vorranggruppen sollen unverändert bevorzugt geimpft werden. Ärzte müssten sich aber nicht unsicher fühlen, wenn sie dazwischen auch schon andere Menschen impften – etwa um zu verhindern, dass Dosen aus angebrochenen Fläschchen weggeworfen werden müssen.

In der nächsten Zeit sei zu erwarten, dass Praxen vor der Frage stehen, ob sie die gelieferten Mengen wirklich nur bei priorisierten Patienten einsetzen können. „Hier wollen wir auch Sicherheit schaffen, dass die Ärztinnen und Ärzte nicht nachher im Regen stehen und nicht wissen, was sie tun sollen.“

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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