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Zu meinem ÄRGER : Laschet-Debakel glatt verpasst

Annette Bruhns ärgert die mangelnde Berichterstattung über Laschets Patzer und sie freut sich über die ausgebliebene Skandalisierung bei Astrazeneca

Zu meinem ÄRGER : Laschet-Debakel glatt verpasst

Annette Bruhns ist Chefredakteurin des Hamburger Straßenmagazins „Hinz&Kunzt“Foto: Andreas Hornoff

Frau Bruhns, worüber haben Sie sich in dieser Woche in den Medien am meisten geärgert?
Über mangelnde Berichterstattung zum wohl denkwürdigsten Auftritt diese Woche: CDU-Fast-Kanzlerkandidat Armin Laschet bei TV-Talker Markus Lanz. Klar, der Auftritt fand dienstags zu nächtlicher Stunde statt, die Tageszeitungen hatten anderntags keine Chance zur Nachlese. Doch warum schweigen „Süddeutsche“, „Frankfurter Allgemeine“ oder das „Hamburger Abendblatt“ dazu bis heute? Der Tagesspiegel und „Cicero“ brachten das Debakel auf den Punkt: Laschet wurde an jenem Abend zum Steinbrück der CDU. Zu einem Mann, der beim Versuch, das höchste Regierungsamt zu ergattern, dem Spott nicht standhält.

Gab es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?
Darüber, dass viele Medien den womöglich vorläufigen Kurswechsel im Umgang mit dem Astrazeneca-Impfstoff nicht skandalisierten. Die „Süddeutsche“ machte stattdessen mit „5,3 Milliarden Euro für Syrien“ auf, der „Spiegel“ mit „Deutschlands unbekanntem Klimakiller“. Sulfurylfluorid, ein Gas zur Bekämpfung des Borkenkäfers, scheint mir langfristig gefährlicher als jeder Impfstoff.

Welche Homepage, welchen Newsletter können Sie empfehlen?
Die Berichte des Armutsforschers Stefan Sell (stefan-sell.de) – und den Newsletter „Randnotizen“ von „Hinz&Kunzt“ zur Lage der Obdachlosen.

Annette Bruhns ist Chefredakteurin des Hamburger Straßenmagazins „Hinz&Kunzt“.

Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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