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Zehnmal so großer Effekt wie in Autoindustrie? : “Dekarbonisierung der Stahlindustrie ist einer der größten Hebel, um Klimaziele zu erreichen”

Der Stahlriese Thyssen-Krupp will klimaschonender werden. Personalvorstand Oliver Burkhard fordert dabei auch Hilfe vom Staat.

Zehnmal so großer Effekt wie in Autoindustrie? : "Dekarbonisierung der Stahlindustrie ist einer der größten Hebel, um Klimaziele zu erreichen"

Oliver BURKHARD Vorstand Personal und Arbeitsdirektor. Bilanzpressekonferenz der ThyssenKrupp AG am 21.11.2019 in Essen/…Foto: imago images/Sven Simon

Der größte deutsche Stahlhersteller macht sich auf den Weg zu einer klimaschonenden Produktion. „Derzeit verursachen wir mit der Stahlproduktion 20 Millionen Tonnen CO2 im Jahr“, sagte Personalvorstand Oliver Burkhard dem Tagesspiegel . „Das muss deutlich weniger werden.“

Thyssen-Krupp überarbeite derzeit das komplette Produktionsnetzwerk. „Aktuell haben wir einen regulären Investitionsbedarf von über 500 Millionen Euro pro Jahr, dazu kommen insgesamt etwa 800 Millionen Euro für die weitere Modernisierung und allein bis 2030 etwa zwei Milliarden Euro zum Erreichen der CO2-Ziele“, sagte Burkhard. „Die Währung der Zukunft ist nicht der Euro oder das Ergebnis je Tonne Stahl, sondern CO2, nämlich die Frage, wie „grün“ wir produzieren können.“

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Dekarbonisierung ohne Deindustrialisierung sei machbar, doch das werde nicht überall ohne staatliche Hilfe funktionieren. Es gehe dabei auch um Prioritäten. „Wenn ich beispielsweise mit dem Geld, das als Prämie beim Kauf von Elektroautos und Hybridfahrzeugen ausgegeben wird, den CO2-Ausstoss in der Stahlindustrie reduzieren würde, hätte ich einen mehr als zehnmal so großen Klimaschutzeffekt“, sagte Burkhard dem Tagesspiegel. „Die Dekarbonisierung der Stahlindustrie ist einer der größten Hebel, um die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen.“

Thyssen-Krupp sei davon überzeugt, mit der Direktreduktion im integrierten Hüttenwerk „die wegweisenden Technologien zu haben. Wir sind der größte Stahlhersteller in Deutschland und glauben an die Zukunft des Produkts“, sagte Burkhard.

Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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