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Wuchermiete bringt Bürgermeister zum Ausrasten

Wuchermiete bringt Bürgermeister zum Ausrasten

Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Michael Grunst
Foto: XAMAX

Der Wohnungsmarkt kann nicht noch absurdere Züge annehmen? Denkste! Selbst manche Einzimmerwohnungen werden mittlerweile zur Luxusware.

Die Fanningerstraße im Lichtenberger Nibelungenviertel. Ein schlichter Altbau. Miete für die 23 Quadratmeter kleine Hochparterre-Wohnung: 650 Euro kalt, 700 Euro warm. Laut der Anzeige auf dem Portal Immobilienscout24 gibt es die Möblierung für monatlich 35 Euro dazu.

Bezirksbürgermeister Michael Grunst (51, Linke) platzte deshalb auf Facebook der Kragen. „Kann dieser Gier nach Geld Einhalt geboten werden?“, fragt er in dem Beitrag. Zur B.Z. sagt er: „Ich erkenne hier keinerlei Kooperationswillen, geschweige denn ein Gefühl für die Lebenswirklichkeit der Menschen in meinem Bezirk.“

Schon Mietpreise von 20 Euro/qm seien ein Schock. „Wenn da dann noch was oben draufkommt, 30 Euro pro Quadratmeter, dann zieht es mir die Schuhe aus“, so Grunst. „Viele bezahlen jetzt schon 30 bis 40 Prozent ihres Einkommens für die Miete. Das Geld fehlt zum Füllen des Kühlschranks, beim Eis für die Kinder oder beim Kinobesuch. Das geht nicht!“

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Auch der Mieterverein hält das Angebot für unverhältnismäßig. „Die geltenden Gesetze reichen nicht aus, um solche Fälle in den Griff zu bekommen“, so Vereins-Vize Wibke Werner. Denn: Für die Mietpreisbremse gelten zu viele Ausnahmen wie zum Beispiel eine umfassende Sanierung.

Grunst fordert auf Bundesebene und in Berlin ein klares Bekenntnis zum Mietendeckel und dem Neubau von bezahlbaren Wohnungen.

Der Vermieter reagierte auf B.Z.-Anfrage nicht.

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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