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Wir sagen Kinderarmut den Kampf an!

Wir sagen Kinderarmut den Kampf an!

Michael Grunst (51, Die Linke), ­Bürgermeister von Lichtenberg

Einmal die Woche schreiben in der B.Z. Berlins Bezirksbürgermeister über Themen, die sie bewegen. Heute ist Michael Grunst (51, Linke), Bürgermeister von Lichtenberg, dran.

Von Michael Grunst

Kinderarmut. Wer denkt bei diesem Thema schon an das reiche Deutschland? Dabei sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache. Wenn wir zugrunde legen, dass Kinder und Jugendliche arm sind, wenn ihre Familien Hartz IV beziehen, dann betrifft das in Lichtenberg fast ein Drittel der unter 18-Jährigen. Die Gesamtberliner Zahlen sind ähnlich dramatisch.

Ich wünsche mir, dass Kinder sicher aufwachsen, dass sie sich ohne Hindernisse entwickeln können und gute Perspektiven haben. Denn auch wenn Armut hierzulande nicht unbedingt heißt, dass Kinder Hunger leiden, kein Zuhause haben oder nicht zur Schule gehen können, so wirken sich prekäre Verhältnisse in jungen Jahren doch oft auf das gesamte spätere Leben aus – auf die Gesundheit, Bildung, gesellschaftliche Anerkennung und Teilhabe.

Lichtenberg hat begonnen, der Kinderarmut den Kampf anzusagen. Wir entwickeln, eine bezirkliche, konsequent auf Kinder ausgerichtete Präventionsstrategie. Daran arbeiten wir mit Ämtern, Zivilgesellschaft und Expert:innen. Wir wollen gewissenhafter hinsehen, um mit gezielten Angeboten gegenzusteuern.

Mit dem ersten Kinderarmutsbericht haben wir bereits Aufmerksamkeit für dieses Thema erlangt. Der Bericht beschreibt, mit welchen Problemen sich die betroffenen Familien durch den Alltag kämpfen. Er zeigt aber auch Handlungsmöglichkeiten. Die werden auf der zweiten Lichtenberger Kinderarmutskonferenz am 26. Mai 2021 diskutiert.

Wir brauchen zudem ein öffentliches Bewusstsein für das Problem. Deswegen haben wir mit unserer Kampagne „#100Stimmen gegen Kinderarmut“ Lichtenberger Persönlichkeiten gebeten, mit uns die Forderungen aus dem Bericht nach außen zu tragen. Wir wollen Kindern, die in Armut leben, Gehör verschaffen. Wir wollen ihnen aus der Armut helfen. Das ist das Wichtigste.

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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