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Wenn es gerade nicht viel Grund zur Freude gibt – die Solidarität in unserer Stadt ist einer

Wenn es gerade nicht viel Grund zur Freude gibt – die Solidarität in unserer Stadt ist einer

Die Feiertage wird Klaus Köller (91) alleine im Seniorenheim verbringen
Foto: Peter Müller/ Stefanie Herbst/ B.Z.Collage

Ihnen an Weihnachten zu schreiben, ist immer ein ganz besonderer Moment im Jahr. Innehalten, Zurückblicken, Besinnen. Aber auch dieser Moment ist heute anders. Weihnachten ist anders.

Ein Bild, das das Jahr 2020 bestimmt hat – ein älterer Herr an einer Scheibe. Es ist das Foto, das nicht nur unser Gedächtnis, sondern auch unser Tun und Handeln in diesem Jahr bestimmt hat. Rücksicht nehmen auf die, denen Das Virus am schlimmsten zusetzt.

Was wir sehen, strahlt auf den ersten Blick scheinbar auch Einsamkeit aus. Doch dieser Mann ist nicht einsam. Einsam war er vielleicht, als seine Frau vergaß, wer er ist. Dann spielte er die Geige für sie, damit sie sich an ihn erinnert. Heute feiert er ohne seine Töchter Weihnachten im Heim. Und er ist voller Zuversicht. Ich finde, das gibt Hoffnung.

Wenn es gerade nicht viel Grund zur Freude gibt – die Solidarität in unserer Stadt ist einer

Die Feiertage wird Klaus Köller allein im Seniorenheim der Stephanus Stiftung in Weißensee verbringen (Foto: © Peter Müller BILD)

Die Weihnachts-Botschaft ihrer B.Z. lautet deshalb: „Ihr seid nicht allein!“ Denn auch, wenn das für den Moment so ist, hat die Pandemie eine Gemeinsamkeit heraufbeschworen, wie wir sie seit Jahren nicht erlebt haben. Heute, morgen und übermorgen sind Pfleger in Heimen und Ärzte und Schwestern in den Kliniken im Einsatz. Die Retter der Feuerwehr und Menschen, die sich einfach kümmern, damit jemand da ist. Wenn es gerade nicht viel Grund zur Freude gibt – die Solidarität in unserer Stadt ist einer.

Das gesamte Team der B.Z. wünscht Ihnen frohe Weihnachten!

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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