Dnachrichten.de

Weniger Passagiere und trotzdem immer mehr Sexual-Delikte bei der BVG

Weniger Passagiere und trotzdem immer mehr Sexual-Delikte bei der BVG

Eine leere U-Bahn der BVG
Foto: picture alliance

Seit Corona sind Busse und Bahnen leerer. Doch bedeuten weniger Passagiere tatsächlich weniger Kriminalität? Aktuelle Zahlen zeigen: Obwohl weniger Menschen mit den Öffentlichen unterwegs sind, stiegen im vergangenen Pandemie-Jahr die Sexualstraftaten.

2016 wurden 65 Sexualdelikte gemeldet, 2020 waren es mit 150 mehr als doppelt so viele! Das geht aus dem neuen Sicherheitsbericht der BVG auf Anfrage des Abgeordneten Marcel Luthe (44, fraktionslos) hervor, der B.Z. exklusiv vorliegt.

Der Politiker fordert von den Berliner Verkehrsbetrieben nun stärkere Maßnahmen. Denn die Erhöhung der Überwachungskameras von 12.000 auf 21.000 habe nichts gebracht.

Luthe: „Wir brauchen zusätzliches Sicherheitspersonal. Eine Kamera kommt nicht spontan um die Ecke und hilft jemandem.“

Vor allem in den U-Bahnhöfen, wo es die meisten Straftaten gibt, muss nach seiner Meinung etwas passieren.

Dennoch ist die allgemeine Kriminalität laut BVG-Bericht gesunken. Während es 2016 noch 27.532 gemeldete Straftaten gab, waren es 2020 mit 18.138 deutlich weniger. Besonders beim Diebstahl ist ein starker Rückgang zu verzeichnen. 2016 gab es insgesamt 9683 angezeigte Fälle, vergangenes Jahr nur noch 3377.

„Der Rückgang erklärt sich daraus, dass Bagatelldelikte seltener angezeigt werden. Die schweren Taten, die man nicht ignorieren kann, nehmen aber immer weiter zu“, sagt Luthe.

Seit 2018 veröffentlicht die BVG den Sicherheitsbericht nicht mehr. Das sorgt für Ärger im Abgeordnetenhaus. Luthe fordert in Zukunft die Veröffentlichung und mehr Transparenz.

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

This website uses cookies to improve your experience. We'll assume you're ok with this, but you can opt-out if you wish. Accept Read More

Privacy & Cookies Policy