Dnachrichten.de

Waggons in Tunnel entgleist : Mindestens 36 Tote bei Zugunglück in Taiwan

In Taiwan stößt ein Express-Zug mit mehr als 350 Passagieren an einem Tunnel mit einem Baustellenfahrzeug zusammen. Die Unglücksstelle ist schwer zugänglich.

Waggons in Tunnel entgleist : Mindestens 36 Tote bei Zugunglück in Taiwan

Passagiere versuchen, sich aus dem Tunnel zu bewegen.Foto: Taiwan's National Fire Agency/Reuters

Beim schwersten Zugunglück in Taiwan seit mehr als drei Jahrzehnten sind am Freitag nach Regierungsangaben 36 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 72 seien verletzt worden, teilte das Verkehrsministerium mit. Der Zug mit rund 350 Passagieren entgleiste in einem Tunnel, wie die Feuerwehr mitteilte. Dies erschwere die Rettungsarbeiten.

Ursache des Unfalls war vermutlich ein Lastwagen, der in das Gleis geriet, wie die amtliche Nachrichtenagentur CNA meldete. Der Zug sei hinter dem Tunnelende mit dem Lastwagen zusammengestoßen. Das Unglück ereignete sich in einer Bergregion im Osten Taiwans in der Nähe der Stadt Hualien.

[Wenn Sie alle aktuellen Nachrichten live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.]

Die Rettungsarbeiten dauerten am Freitagmorgen (MESZ) an. Fotos und Videos in taiwanischen Medien zeigten einen Teil des Zuges, der von der Tunnelwand zerdrückt schien. Vor dem Tunnel reihten sich mehrere entgleiste Wagen. Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen versetzte die Krankenhäuser in Alarmbereitschaft. Es habe nun höchste Priorität, die Menschen aus dem Zugwrack zu befreien, erklärte sie.

Nach Angaben des zentralen Notfall-Einsatzzentrums versuchten die Rettungskräfte zu vier Waggons im Tunnel vorzudringen, die beschädigt und nur schwer zugänglich sind.

Wie die taiwanische Nachrichtenagentur CNA berichtete, war der Express-Zug auf dem Weg in die südosttaiwanische Stadt Taitung. Das Unglück ereignete sich zum Auftakt des mehrtägigen Totengedenkfestes. Zuletzt war es im Oktober 2018 in Taiwan zu einem schweren Zugunglück gekommen. Damals starben 18 Menschen.

In der Coronavirus-Pandemie gibt es in Taiwan deutlich mehr Alltag als beispielsweise in Europa. Durch rigorose Grenzkontrollen, strenge Quarantäne-Vorschriften und eine konsequente Nachverfolgung von Infektionsketten war es schon im vergangenen Frühjahr gelungen, eine starke Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Bisher wurden auf der Insel mit ihren rund 23 Millionen Einwohnern nur gut tausend Infektions- und zehn Todesfälle verzeichnet.

Taiwan hat aber Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Impfstoff. Bisher lieferte nur Astrazeneca rund 117.000 Impfdosen nach Taiwan. Mit dem britisch-schwedischen Hersteller wurde ein Liefervertrag über insgesamt zehn Millionen Impfdosen geschlossen, je fünf Millionen weitere Dosen sollen vom US-Hersteller Moderna und der internationalen Covax-Initiative kommen.

Auch das Mainzer Unternehmen Biontech will nach eigenen Angaben seinen Corona-Impfstoff an Taiwan verkaufen. Der taiwanische Gesundheitsminister hatte zuvor beklagt, “politischer Druck” – vermutlich aus China – habe einen Abschluss der Verträge zunächst verhindert. (Reuters, dpa, AFP)

Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

This website uses cookies to improve your experience. We'll assume you're ok with this, but you can opt-out if you wish. Accept Read More

Privacy & Cookies Policy