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Vonovia plant Kauf von Deutsche Wohnen : Konzerne wollen Berliner Senat offenbar Wohnungen anbieten

Wenn der Deal gelingt, würden Deutschlands größte Wohnungsunternehmen zusammenwachsen. Die Deutsche Wohnen hat mehr als 110.000 Wohnungen in Berlin.

Vonovia plant Kauf von Deutsche Wohnen : Konzerne wollen Berliner Senat offenbar Wohnungen anbieten

Die Deutsche Wohnen mit Sitz in Berlin ist Deutschlands zweitgrößtes Wohnungsunternehmen.Foto: Fabrizio Bensch/ Reuters

Offenbar erwägt das Wohnungsunternehmen Vonovia die Übernahme des Konkurrenten Deutsche Wohnen für 18 Milliarden Euro. Das berichten die Nachrichtenagentur Bloomberg und die “Financial Times”. Der Deal bräuchte demnach die Unterstützung der Berliner Politik.

Vier mit der Angelegenheit vertraute Personen sollen bestätigt haben, dass Vonovia ein Barangebot für die Deutsche Wohnen abgeben will – bereits in dieser Woche könnte es dazu kommen. Vor fünf Jahren war ein erster Übernahme-Versuch am Widerstand der Aktionäre von Deutsche Wohnen gescheitert.

Zusammen kämen die beiden im Leitindex Dax gelisteten Konzerne auf rund 550.000 Wohnungen im Wert von mehr als 80 Milliarden Euro. Vonovia ist die größte Wohnungsgesellschaft in Deutschland, Deutsche Wohnen die zweitgrößte. Letztere besitzt mehr als 110.000 Wohnungen in Berlin – und gilt dort als nicht besonders beliebt.

Derzeit läuft das Volksbegehren „Deutsche Wohnen und Co. enteignen“. Der Bestand von Unternehmen, die mehr als 3000 Wohnungen halten, soll verstaatlicht werden. Betroffen wären 200.000 Wohnungen, die meisten davon gehören bislang der Deutschen Wohnen.

Den Berichten zufolge wollen Vonovia und Deutsche Wohnen versuchen, die Unterstützung des Berliner Senats mit einigen Angeboten zu gewinnen. Denmach sollen beide Unternehmen bereit sein, eine bestimmte Anzahl von Wohnungen ohne Aufschlag an das Land Berlin zu verkaufen, einen Stopp für weiteren Mietensteigerungen zu erklären und zusätzliche Wohnungen in der Hauptstadt zu bauen.

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Bettina Jarasch, Spitzenkandidatin der Berliner Grünen zur Abgeordnetenhauswahl, sagte am Abend: „Wenn Vonovia die Deutsche Wohnen übernimmt, hält sie fast zehn Prozent der Berliner Wohnungen. Wer eine solch große Machtkonzentration anstrebt, muss zeigen, dass das einen Mehrwert für die Berlinerinnen und Berliner hat.“

Sie erwarte, dass die Vonovia sich als verantwortungsvolles Unternehmen erweist und ein Konzept für eine langfristig gute, sozialverträgliche und ökologische Bewirtschaftung der Bestände in Kooperation mit den Mieterinnen und Mietern vorlegt, sagte Jarasch.

Nötig seien verbindliche Vereinbarungen zu einem Mieterhöhungsstopp, zu bezahlbarem Neubau und einem stärker gemeinwohlorientierten Wohnungsmarkt. „Zu Gesprächen mit der Vonovia zu diesen Zielen stehe ich bereit“, sagte Jarasch, die Regierender Bürgermeisterin werden will. (Tsp)

Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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