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Von Auto angefahren, an Corona gestorben – Todesdrama um Opa Harri H. (88)

Von Auto angefahren, an Corona gestorben – Todesdrama um Opa Harri H. (88)

Harri H. (88) war nach einem Unfall wieder fit und gesund, als er sich im Krankenhaus mit Corona infizierte. Der Anwalt seiner Schwiegertochter Ana D. (56) zeigte nun Unfallfahrer und Klinik an
Foto: privat

Nach einem Verkehrsunfall kam Harri H. (88) aus Treptow ins Krankenhaus und sollte nach überstandener Operation die Klinik eigentlich schnell wieder verlassen. Dann infizierte sich der Senior bei einem Arzt mit Covid-19. Knapp zwei Wochen später starb er!

Dieses Pandemie-Schicksal könnte nun für den Unfallfahrer und das Krankenhaus-Personal juristische Folgen haben!

► Der Unfall: Am Morgen des 6. Dezember 2020 gegen 7 Uhr verlässt Harri H. das Haus an der Johannesthaler Chaussee (Treptow). Hier lebt der ehemalige AEG-Mitarbeiter seit dem Tod seiner Ehefrau Helga (verstorben 2018) bei Sohn und Schwiegertochter. Opa Harri will zum Bäcker, keine 200 Meter entfernt.

Als der Rentner an der Kreuzung Mahonienweg (Treptow) unter einer Laterne die Straße überquert, erfasst ihn ein rückwärts fahrendes Auto.

Die Klinik: Mit einer Schulterfraktur wird der Rentner ins Neuköllner Vivantes Klinikum eingeliefert. Trotz seines hohen Alters verlaufen OP und Wundheilung ohne Komplikation.

Am 18. Dezember, zwölf Tage nach dem Unfall, diagnostizieren die Ärzte: „Zur Entlassung zeigen sich reizfreie Wundverhältnisse… Der Patient ist schmerzarm und gut mobilisiert.“

Doch zwei Tage später bekommt Schwiegertochter Ana D. (56) einen Anruf aus dem Krankenhaus. Opa Harri hat sich in der Klinik mit Covid-19 infiziert. Zwölf Tage später ist Opa Harri tot. 

Der Anwalt: „Ohne die Verletzung durch den Unfallverursacher, wäre der Angehörige nicht ins Krankenhaus gekommen und nicht mit Covid-19 angesteckt worden“, sagt Opferanwalt Mirko Röder (56). Der bekannte Jurist hat Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung und etwaiger fahrlässiger Tötung gegen den Autofahrer und gegen das Krankenhaus-Personal gestellt.

► Die Familie: „Harri wollte 100 werden und Ur-Opa, dass kann er nicht mehr erleben“, sagt sie Schwiegertochter traurig.

Sie betont: „Bis heute hat sich der Autofahrer, der hier in der Nachbarschaft wohnt und weiterhin seine Brötchen beim Bäcker kauft, nicht entschuldigt.“

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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