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Viele Covid-19-Patienten, volle Intensivstationen : Berliner Charité verschiebt nahezu alle planbaren Operationen

Die Intensivstationen sind voll, für Covid-19-Patienten wird Personal benötigt: Die Charité sagt ab sofort Eingriffe ab. Das erfuhr der Tagesspiegel aus der Klinik.

Viele Covid-19-Patienten, volle Intensivstationen : Berliner Charité verschiebt nahezu alle planbaren Operationen

Die Charité in Berlin-Mitte.Foto: Hannes Heine

An Europas größter Universitätsklinik werden planbare Eingriffe seit Dienstag verschoben – die Ärzte der Charité informieren derzeit Patienten, die in den nächsten Tagen einen Termin hatten.

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Die steigende Zahl von Covid-19-Patientinnen und Patienten mache diesen Schritt nötig, teilte ein Sprecher mit. Ziel sei es, Mitarbeiter wieder vermehrt auf Covid-19-Stationen einzusetzen. Notfälle werden demnach aber weiter behandelt und auch dringliche Eingriffe würden vorgenommen.

Derzeit mehr als 120 an Covid-19 erkrankten Patienten in der Charité behandelt. Allein 50 Betroffene liegen auf den Intensivstationen. Die Charité behandelt häufig die besonders schweren Fälle. Sie hat im Laufe der Pandemie bereits mehrfach ein Notprogramm gefahren, um die Zahl der Covid-19-Patienten zu bewältigen.

“Unsere Intensivstationen füllen sich in beängstigender Geschwindigkeit mit Covid-19-Patienten”, sagte Jörg Pawlowski, der Chef des Charité-Klinikpersonalrats, dem Tagesspiegel bereits vor einigen Tagen. Zum Jahreswechsel seien zwar fast 160 Covid-19-Intensivpatienten allein in der Charité behandelt worden, doch gebe es auf einigen Stationen derzeit Nicht-Corona-Patienten, deren Behandlungen – etwa Herzklappen-Operationen – in früheren Phasen der Pandemie verschoben worden seien.

[Lesen Sie mehr: Der Chef des Klinikpersonalrats schildert im Tagesspiegel-Plus-Interview die Lage in der Charité]

Zudem gebe es wegen Erschöpfung heute weniger Personal als vor einem Jahr, sagte Pawlowski. Erschöpfte Beschäftigte seien krank geworden oder hätten den Beruf gewechselt.

Schon zu Monatsbeginn hatte die Universitätsklinik vor einer Überlastung gewarnt. In internen E-Mails hieß es, man müsse sich für den Winter auf eine „hohe Belastung“ einstellen. Schon zu diesem Zeitpunkt war eine Einschränkung des Regelbetriebs vorhergesagt worden. Dies ist nun eingetreten.

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Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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