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Verbündeter von Alexej Nawalny : Russland soll auch für Vergiftung von Kremlkritiker Kara-Mursa verantwortlich sein

Einem Medienbericht zufolge wurde Kara-Mursa 2015 vom russischen Geheimdienst FSB beschattet. Kurz darauf lag er mit einer Vergiftung im Krankenhaus.

Verbündeter von Alexej Nawalny : Russland soll auch für Vergiftung von Kremlkritiker Kara-Mursa verantwortlich sein

Der russische Oppositionelle Wladimir Kara-Mursa hatte auch an den Protesten für Nawalnys Freilassung teilgenommen.Foto: dpa

Der bekannte russische Oppositionelle Wladimir Kara-Mursa könnte durch den russischen Geheimdienst FSB vergiftet worden sein. Das berichtet “Der Spiegel”. Recherchen hätten ergeben, dass Kara-Mursa im Mai 2015 und im Februar 2017 vor seinen Zusammenbrüchen mit multiplem Organversagen durch Angehörige des FSB verfolgt worden sei, die auch gegen den 2020 vergifteten russischen Kremlkritiker Alexej Nawalny vorgegangen waren.

Dem Bericht zufolge wurde Kara-Mursa womöglich gleich zweimal durch Agenten des Kremls vergiftet. Demnach hätten Mitglieder des Instituts für Kriminalistik des FSB im Februar 2015 mit der Beschattung Kara-Mursas begonnen. Dazu seien sie ihm jeweils einen Zug oder ein Flugzeug voraus oder knapp hinterher gereist.

Der “Spiegel” und Medienparnter hätten die FSB-Männer identifizieren können, die Kara-Mursa auf einer Reise nach Kasan vom 22. bis zum 24. Mai 2015 gefolgt seien. Zurück in Moskau sei der Kremlkritiker am 26. Mai zusammengebrochen und ins Koma gefallen. Zuvor habe er Atemschwierigkeiten, extrem niedrigen Blutdruck und Herzrasen gehabt. In einer Moskauer Klinik sei danach festgestellt worden, er sei mit einer “unbekannten chemischen Substanz” vergiftet worden.

Kara-Mursa ist dem “Spiegel” zufolge seit vielen Jahren ein vehementer Kritiker von Russlands Präsident Wladimir Putin. Er sei ein Vertrauter des 2015 erschossenen russischen Oppositionellen und Putin-Rivalen Boris Nemzow. Seit 2014 arbeitete er für die “Open Russia Foundation” des ehemaligen Oligarchen und heutigen Kremlkritikers Michail Chodorkowski.

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Bei den Massenprotesten gegen die Verhaftung des Kremlkritikers Alexej Nawalny hatte er gesagt, dass es ein langer Weg sei für einen Wandel in Russland. Das System Putin sei zwar stark. Kara-Mursa meinte aber, dass die russische Geschichte mehrfach gezeigt habe, dass revolutionäre Prozesse sich ganz spontan ergeben könnten.

Nawalny war im Januar nach einem Giftanschlag von Deutschland aus nach Moskau zurückgekehrt. Dort wurde er, einer der schärfsten Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin, noch am Flughafen festgenommen. Das hatte zu Massenprotesten in Russland geführt, an denen auch Wladimir Kara-Mursa teilgenommen hatte (Tsp mit dpa)

Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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