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Unwetter in Deutschland : Gasleitung gerissen – Kreis Ahrweiler wochenlang ohne warmes Wasser

Mehr als 100 Tote durch Unwetter + Verteidigungsministerium löst Katastrophenalarm aus + In Erftstadt in NRW kam es zu massiven Erdrutschen + Der Newsblog.

Unwetter in Deutschland : Gasleitung gerissen – Kreis Ahrweiler wochenlang ohne warmes Wasser

Im rheinland-pfälzischen Kreis Ahrweiler müssen die Menschen wochenlang ohne warmes Wasser auskommen.Foto: Christoph Stache/AFP

Den Menschen im Kreis Ahrweiler droht nach der Unwetterkatastrophe ein langer Ausfall ihrer Gasversorgung. Nach der ersten Einschätzung des Schadensbilds müssten “mehrere Kilometer Gasleitungen komplett neu gelegt werden”, weil eine Leitung gerissen sei, teilte die Netzgesellschaft der Energieversorgung Mittelrhein am Freitag mit. Dies werde mehrere Wochen, wenn nicht sogar Monate dauern. Dem Unternehmen zufolge bedeutet dies für die betroffenen Bürger, dass sie kein warmes Wasser mehr beziehen können (mehr dazu im Liveblog unten).

Mehr zu den Starkregen in NRW und Rheinland-Pfalz:

  • Mehr als Unwetter: Die Verwüstungen rücken den Kampf gegen die Klimakrise ins Zentrum (T+)
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Unwetter in Deutschland : Gasleitung gerissen – Kreis Ahrweiler wochenlang ohne warmes Wasser

Mindestens 106 Tote durch Unwetter: Ahrweiler wochenlang ohne warmes Wasser

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Der Kreis Ahrweiler wurden durch die Unwetter besonders schwer getroffen.
 
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Den Menschen im Kreis Ahrweiler droht nach der Unwetterkatastrophe ein langer Ausfall ihrer Gasversorgung. Nach der ersten Einschätzung des Schadensbilds müssten “mehrere Kilometer Gasleitungen komplett neu gelegt werden”, teilte die Netzgesellschaft der Energieversorgung Mittelrhein am Freitag in Koblenz mit. Dies werde mehrere Wochen, wenn nicht sogar Monate dauern.

Dem Unternehmen zufolge bedeutet dies für die betroffenen Bürger, dass sie kein warmes Wasser mehr beziehen können. Für Unternehmen, die Erdgas benötigen, bedeute dies den Ausfall ihrer Produktion. Nach Angaben des Versorgers ist eine Leitung im Bereich der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler gerissen, weshalb das gesamte Stadtgebiet und die umliegenden Orte kein Erdgas mehr haben. 
Die Zahl der Toten ist im Westen Deutschlands auf mindestens 106 gestiegen. Das rheinland-pfälzische Innenministerium bestätigte am Freitag, dass es im Land inzwischen 63 Tote gebe. Zuvor hatte Nordrhein-Westfalen 43 Tote gemeldet. (AFP, Tsp)

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Merkel erwägt baldigen Besuch in Katastrophengebiet

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erwägt einen baldigen Besuch im Katastrophengebiet in Rheinland-Pfalz. Wie der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, am Freitag nach der Teilnahme Merkels an einer Videokonferenz des Landeskrisenstabs Rheinland-Pfalz mitteilte, ist die Bundeskanzlerin mit der Landesregierung über einen baldigen Besuch im Katastrophengebiet im Gespräch.

Merkel habe sich im Gespräch mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und Vertretern der Einsatzkräfte und Landesministerien über die aktuelle Lage in den Katastrophengebieten und den Stand der Rettungsarbeiten informiert. Die Bundeskanzlerin habe den betroffenen Menschen in Rheinland-Pfalz die kurz- ebenso wie langfristige Unterstützung des Bundes zugesichert. (dpa)

Weitere Niederländer müssen Häuser wegen Hochwassers verlassen

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Die Maas erreichte unweit der belgischen Grenze ihren Wasserhöchststand.
 
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Zum Schutz vor der Hochwasserwelle haben im Süden der Niederlande am Freitag zahlreiche Menschen ihre Häuser und Wohnungen in Orten entlang der Maas verlassen müssen. Nachdem die Fluten ein Loch in den Deich eines Kanals bei Maastricht gerissen hatten, heulten die Sirenen, wie die Behörden mitteilten. In Venlo an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen wurde ein Krankenhaus mit 200 Patienten vorsorglich evakuiert. 
Soldaten und Einsatzkräfte verstärkten Deiche an der Maas und kleineren Flüssen in der Region mit Sandsäcken. Die zahlreichen Schaulustigen wurden aufgerufen, zu Hause zu bleiben und die Einsatzkräfte nicht zu behindern. Tausende Einwohner von Maastricht und angrenzenden Orten, die sich am Vorabend bereits in Sicherheit gebracht hatten, konnten am Freitag wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Zwar kam es oft nicht zu den befürchteten verheerenden Überflutungen, die Wassermassen richteten aber Schäden an. 
Berichte über Verletzte gab es nicht. Zuvor gesperrte Autobahnen wurden meist wieder freigegeben. In der Nacht zum Freitag hatte die Maas unweit der belgischen Grenze ihren höchsten Wasserstand seit Beginn der Aufzeichnungen 1911 erreicht. Am Vormittag sank der Pegelstand dort wieder. In Roermond weiter nördlich wurde der Höchststand am Freitagnachmittag und in Venlo in der Nacht zum Samstag erwartet. (dpa)

Bonner Bürger bieten Hochwasser-Opfern Unterkünfte an

Nach einem Aufruf der Stadt Bonn, Menschen aus Hochwassergebieten eine Unterkunft anzubieten, sind bei der Verwaltung Hilfsangebote für mehr als 1000 Betroffene eingegangen. Viele Privatpersonen wollten bis zu drei Menschen aufnehmen, und Hotels stellten bis zu 50 Doppelzimmer zur Verfügung, teilte die Stadt am Freitag mit. „Wir sind überwältigt von der Vielfalt und der Fülle der Angebote. Weitere brauchen wir im Moment nicht mehr“, erklärte Oberbürgermeisterin Katja Dörner.

Ab jetzt sollten die Telefonleitungen für Hilfesuchende frei gehalten werden. Zudem suche ein Mitarbeiter der Stadt vier große Sammelunterkünfte auf, um die Menschen dort über das Angebot zu informieren. Angesprochen seien Hochwasser-Geschädigte aus Bonns stark betroffenen Nachbarkreisen Ahrweiler, Euskirchen und Rhein-Sieg. (dpa)

Drohne findet keine kritischen Risse in Steinbachtalsperre

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Hochwasser im Kreis Euskirchen, noch hält die Steinbachtalsperre.
 
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Die Lage an der Steinbachtalsperre ist nach Auskunft des Kreises Euskirchen stabil, „aber nicht unkritisch“. Bei der Überprüfung des Dammes mit einer Drohne seien keine kritischen Risse gefunden worden, so eine Kreissprecherin. Nach wie vor sei das Grundabflussrohr der Talsperre verstopft. Um Druck aus der Anlage zu nehmen, werde weiterhin das Wasser mit Hochleistungspumpen aus der Talsperre geholt.

Mehrere Orte unterhalb der Steinbachtalsperre waren in den vergangenen Tagen wegen der Gefahr eines Durchbrechens der Staumauer evakuiert worden. Der Kreis Euskirchen appelliert an die Bewohner, noch nicht in die Häuser zurückzukehren. Die Gefahr sei noch nicht gebannt. (dpa)

Mindestens 20 Tote nach Unwettern in Belgien, Staatstrauertag am Dienstag

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In Lüttich wären Häuser beinahe untergegangen.
 
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Nach den heftigen Unwettern ist in Belgien die Zahl der Todesopfer auf mindestens 20 gestiegen. 20 weitere Menschen werden nach den Überschwemmungen im Osten des Landes noch vermisst, wie das Innenministerium in Brüssel am Freitag mitteilte. Regierungschef Alexander De Croo rief für Dienstag einen nationalen Tag der Trauer aus.

“Wir warten immer noch auf die endgültigen Zahlen”, sagte De Croo bei einer Pressekonferenz. “Aber dies könnten die katastrophalsten Überschwemmungen sein, die unser Land je gesehen hat.” Vielerorts sei die Lage weiterhin “extrem kritisch”.

Am stärksten betroffen ist die Region Lüttich in Grenznähe zu Deutschland und den Niederlanden. Alleine in den Gemeinden Verviers und Pepinster wurden bislang mindestens zehn Leichen geborgen. Im an der Vesdre gelegenen Pepinster stürzten rund zwanzig Häuser ein, wie Bürgermeister Philippe Godin der Nachrichtenagentur AFP sagte.

In die Maas bei Lüttich münden die meisten Flüsse im Süden und Osten Belgiens, unter anderem die Ourthe und die Vesdre. Die an diese Flüsse angrenzenden Gemeinden sind seit Mittwoch überschwemmt. (AFP)

Was tun, wenn ich Angehörige vermisse?

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Die Polizei in NRW und Rheinland-Pfalz ist im Dauereinsatz.
 
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Wer Angehörige vermisst, kann sich an die örtliche Polizei wenden. In der rheinland-pfälzischen Eifel ist hierfür eine Hotline für Angehörige sowie ein Internetportal für Videos und Bilder eingerichtet. Unter der Nummer 0800-6565651 könnten sich Menschen melden, die Angehörige vermissen.

Unter dem Hinweisportal rlp.hinweisportal.de können Videosequenzen und Fotos hochgeladen werden, „die Hinweise auf vermisste Personen und Tote geben können“. Nicht alle Polizeidienststellen haben allerdings bereits spezielle Hotlines eingerichtet.

Das Technische Hilfswerk verweist auf die Koordination des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Das Bundesamt bittet, sich bei zuständigen Städten und Gemeinden über die aktuelle Lage zu informieren. Dies sind in Nordrhein-Westfalen die Hagen, Aachen, Rhein-Erft und Stolberg. In Rheinland-Pfalz sind Ahrweiler, Bitburg-Prüm, Trier-Saarburg und Vulkaneifel zuständig, in Bayern der Landkreis Hof.

Gemeinden und Städte haben Bürgertelefone eingerichtet und informieren auf ihren Websites oder in Sozialen Medien über die aktuelle Lage und Anlaufstellen. (dpa)

Hier können Sie für Hochwasser-Opfer spenden

Nach der Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands brauchen viele Betroffene Hilfe. Aufräumen ist vielerorts noch zu gefährlich. Rettungseinsätze sind noch im Gange. Die Lage teils weiter unübersichtlich. Wer mit Spenden oder Schlafplätzen helfen will, kann sich an diese Adressen wenden.

Unterstützung können zum Beispiel die großen Hilfsorganisationen gebrauchen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK), kümmert sich unter anderem um Sanitätsdienst, Betreuung, Unterbringung und Verpflegung. Das DRK nimmt unter dem Stichwort „Hochwasser“ über das bundesweite Spendenkonto Beiträge entgegen.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft DLRG ist in der Wasserrettung im Einsatz. Hier wird gebeten, sich an die drei Regionalverbände (Nordrhein, Westfalen oder Rheinland-Pfalz) zu wenden. Die Spenden an die jeweiligen Konten sollten mit dem Stichwort „Hochwassereinsatz 2021“ versehen sein, damit klar ist, wofür das Geld bestimmt ist.

Menschen, die jetzt Spenden möchten, können sich auch die jeweiligen Kreise wenden. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat auf seiner Homepage diese aufgelistet. Die Kreise haben Bürgertelefone eingerichtet oder veröffentlichen Informationen auf ihren Homepages. Vereinzelt sind auch Sachspenden erwünscht, das sollte allerdings vorher erfragt werden.

Viele kleinere Organisationen nehmen selbstverständlich ebenfalls Spenden entgegen. Ein Hinweis auf eine seriöse Organisation ist das Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Trägt ein Spendenaufruf das Logo, ist garantiert, dass die Organisation eindeutig und sachlich wirbt, sparsam wirtschaftet und außerdem nachprüfbar ausweist, wie das Geld der Spender verwendet wird.

Wichtig zu wissen: Geprüft werden nur Hilfswerke, die sich selbst beim DZI melden und die Kosten für die Prüfung zahlen. Kleinere Organisationen sparen sich dies oft. Wenn ein Verein in der Liste fehlt, muss das also nicht bedeuten, dass er unseriös ist. (dpa)

Ein Beispiel dafür, wie aufopferungsvoll die Hilfskräfte um die Leben der Anwohner der Katastrophengebiete kämpfen:

Mindestens 362 Verletzte im Kreis Ahrweiler

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Der besonders schwer betroffene Ort Schuld im Kreis Ahrweiler
 
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Bei der Unwetterkatastrophe im Kreis Ahrweiler sind mindestens 362 Menschen verletzt worden. Diese Zahl könne sich aber noch weiter erhöhen, teilte die Polizei in Koblenz am Freitag mit. Dies gelte auch für die Toten, die das Innenministerium zuletzt mit 63 angegeben hatte. Infolge des Unwetters sind weiterhin die Bundesstraße 257 ab Hönningen bis Ahrbrück sowie mehrere Land- und Kreisstraßen nicht befahrbar. 
Die Polizei ruft die Bevölkerung auf, die vom Hochwasser betroffenen Ortschaften nicht aufzusuchen, sondern weiträumig zu umfahren, damit Platz für die Rettungskräfte ist. In allen Ortschaften seien Tag und Nacht Polizeikräfte für die Menschen präsent und ansprechbar.

„Das große Maß an Solidarität und die vielen Hilfsangebote aus der Bevölkerung beeindrucken uns sehr und zeigen die bundesweite Betroffenheit“, heißt es in der Mitteilung. Die Polizei appellierte an die Menschen im Katastrophengebiet: „Passen Sie auf sich auf und vertrauen Sie auf die Arbeit der Rettungskräfte.“ (dpa) 

Sat.1-Spendengala sammelt für Unwetter-Opfer

Sat.1 plant eine Spendengala für Geschädigte der Unwetterkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Der Fernsehsender arbeitet mit dem Bündnis deutscher Hilfsorganisationen, „Aktion Deutschland Hilft“, zusammen, wie am Freitag in Unterföhring bei München mitgeteilt wurde. „Zahlreiche Stars unterstützen die große Live-Gala im Studio und nehmen am Telefon Spenden entgegen.“ Die Sendung sei für Samstag, dem 24. Juli, um 20.15 Uhr angesetzt.

Sat.1-Chef Daniel Rosemann sagte laut Mitteilung: „In manchen Situationen kann man kaum die richtigen Worte finden. Aber helfen kann man immer.“ Man wolle dazu einladen, „die Menschen, die durch das Hochwasser in Rheinland-Pfalz und NRW innerhalb von Sekunden alles verloren haben, zu unterstützen. Schnell. Und unbürokratisch.“ (dpa)

Deichbruch: Niederländische Stadt Meerssen evakuiert

In der niederländischen Stadt Meerssen und ihrer Umgebung müssen Familien wegen eines Deichbruchs ihre Häuser verlassen. Notfalldienste warnten, die Wassermassen drohten mehrere Dörfer zu überschwemmen. Menschen sollten sich umgehend in Sicherheit bringen. Ministerpräsident Mark Rutte erklärte das Hochwasser in der Provinz Limburg im Süden des Landes zu einer nationalen Katastrophe. (Reuters)

DFB und DFL helfen mit drei Millionen Euro

Der Deutsche Fußball-Bund und der Bundesliga-Verband DFL richten einen drei Millionen Euro schweren Hilfsfonds für die Opfer der Flutkatastrophe ein. Wie schon nach dem Hochwasser im Jahr 2013 wolle man gemeinsam einen finanziellen Beitrag zur Flutopferhilfe leisten, teilen der DFB und der Verband der 36 Clubs der 1. Bundesliga und 2. Bundesliga mit. “Dies wird das menschliche Leid nicht mildern können. Wir hoffen aber, damit gemeinsam wenigstens an einigen Stellen unterstützen zu können. Solidarität in dieser Krisensituation halten wir für selbstverständlich“, heißt es in einer Erklärung. Darüber hinaus habe der DFB auch den europäischen Fußballverband Uefa kontaktiert, der ebenfalls Unterstützung zugesagt habe. (Reuters)

Katastrophenhilfe-Amt fordert mehr Geld für Krisenvorsorge

Der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Armin Schuster, fordert mehr Mittel für die Krisenvorsorge. Es müsse mit voller Kraft investiert werden, sagt er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Die Erwartungen an das BBK und das Technische Hilfswerk seien gerade immens: “In diesem Verhältnis sind nun auch unsere Erwartungen an den Bundesfinanzminister immens.” (Reuters)

Zwei Festnahmen wegen Einbruch im Katastrophengebiet

Im Unwetterkatastrophengebiet im Kreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz sind am Donnerstag zwei Menschen wegen des Verdachts des Einbruchdiebstahls festgenommen worden. Die Beschuldigten seien dem Haftrichter vorgeführt worden, aber kein Haftbefehl erlassen worden, weil ein dringender Tatverdacht fehlte, teilte die Staatsanwaltschaft in Koblenz am Freitag mit. Die Ermittlungen dauerten an. Darüber hinaus hätten einige die Lage für Diebstähle ausgenutzt, hieß es bei der Polizei. Zahlen dazu waren zunächst nicht bekannt. (dpa)

Spendenkonto für Rheinland-Pfalz eingerichtet

Angesichts enormer Hochwasserschäden hat die Landesregierung in Rheinland-Pfalz ein Spendenkonto für Betroffene eingerichtet. „Aktuell erreichen uns zahlreiche Anfragen, wie die von der Unwetter-Katastrophe in Rheinland-Pfalz betroffenen Menschen unterstützt werden können. Das zeigt, dass die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung wirklich groß ist“, teilten Landesinnenmister Roger Lewentz und Landesfinanzministerin Doris Ahnen (beide SPD) am Freitag mit. Das Konto ausschließlich für die in Rheinland-Pfalz Betroffenen wurde vom Landesinnenministerium bei der Sparkasse Mainz eingerichtet. Gespendet werden kann unter dem Kennwort „Katastrophenhilfe Hochwasser“. (dpa)

Polizei nimmt Verdächtige nach Plünderungsversuchen fest

Bei dem Versuch, Geschäfte in den vom Hochwasser stark betroffenen Städten Eschweiler und Stolberg in Nordrhein-Westfalen zu bestehlen, sind fünf Menschen vorläufig festgenommen worden. In allen Fällen schrieben Beamte eine Anzeige wegen Diebstahls, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Ein 32 Jahre alter Mann versuchte demnach am Donnerstag in Stolberg, einen Gegenstand aus einem Juweliergeschäft zu stehlen. Als Zeugen ihn ansprachen, ließ er seine Beute wieder fallen.

In einem Supermarkt in Stolberg waren zwei Frauen im Alter von 28 und 24 Jahren und ein 35-jähriger Mann unterwegs, um Lebensmittel und Spielzeug zu stehlen. In Eschweiler wollte ein Mann Beute in einer Apotheke machen. In allen Läden war der Eingangsbereich jeweils durch die Hochwasserlage beschädigt, sagte der Polizeisprecher. Beamte nahmen die Personalien der Personen auf, die daraufhin wieder entlassen wurden. Die 28 Jahre alte Frau in Stolberg werde einem Haftrichter vorgeführt. Zuvor hatte „bild.de“ berichtet.

Bereits am Donnerstag berichtete die Polizei von versuchten Diebstählen in Geschäften in Stolberg. Eine Hundertschaft der Polizei war im Einsatz, um die verlassenen Wohnhäuser und Geschäfte vor Plünderungen zu schützen. (dpa)

Bundesumweltministerin besucht von Hochwasser betroffenes Solingen

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat bei einem Besuch im stark vom Hochwasser betroffenen Solingen vermehrte Anstrengungen bei den erneuerbaren Energien gefordert. “Da werden wir noch mehr tun müssen”, sagte Schulze am Freitag. Es gehe darum, “aktiv etwas gegen diese Klimaveränderungen zu tun”. Die Ereignisse häuften sich, es gebe mehr Trockenheit und mehr Starkregen. Trotzdem glaubten immer noch Menschen, es gebe keinen Klimawandel.

Schulze verwies auf die Notwendigkeit, neben dem forcierten Ausbau der erneuerbaren Energien auch den Verkehr zu verändern und in die Gebäude zu investieren.

Da sich Unwetterkatastrophen wie derzeit im Westen Deutschlands auch in Zukunft nicht komplett verhindern ließen, müsse Vorsorge getroffen werden, dass künftig möglichst wenig passiere. Die Kommunen müssten dabei unterstützt werden, ihre Anpassungen an diejenigen Klimaveränderungen, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können, weiter voranzutreiben. (AFP)

Von der Leyen bezeichnet Fluten als klaren Hinweis auf Klimawandel

Die Überschwemmungen in Westeuropa sind nach den Worten von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ein eindeutiger Hinweis auf den Klimawandel und zeigen, dass dringender Handlungsbedarf besteht. “Es sind die Intensität und die Dauer der Ereignisse, von denen die Wissenschaft sagt, dass dies ein klarer Hinweis auf den Klimawandel ist und dass dies etwas ist, das wirklich, wirklich die Dringlichkeit zum Handeln zeigt”, sagt von der Leyen vor Reportern. (Reuters)

Lea Schulze

Im Jahre 2021 stellt sich nicht mehr die Frage, ob der Klimawandel dazu beigetragen hat. Die Frage ist nur noch, wieviel. Wir wissen, dass es aufgrund der Erwärmung zu einer Zunahme von Starkregen kommt und damit auch leider zu häufigeren, verheerenden Flutereignissen wie tragischerweise jetzt in Westdeutschland, Belgien und Luxemburg. Gleichzeitig nehmen Wetterlagen zu, die zu solchen Extremwetterereignissen führen.

Dr. Carl-Friedrich Schleussner,Forschungsgruppenleiter, Geographisches Institut, Humboldt-Universität zu Berlin

Weitere Beiträge

Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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