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Union-Präsident Zinglers Zeit geht in die Verlängerung

Union-Präsident Zinglers Zeit geht in die Verlängerung

Neben der sportlichen Entwicklung stehen für Union-Präsident Dirk Zingler vor allem Bauprojekte bis 2025 im Vordergrund
Foto: picture alliance/dpa

Es bewegt sich einiges bei Union. In der abgelaufenen Woche vermeldete der Klub etwa die Verpflichtungen von Augsburgs Rani Khedira (27) und Fürths Paul Jaeckel (22). Die wichtigste Personalie dieser Tage dürfte aus Sicht der Eisernen aber eine sein, die auf dem Platz keine Rolle spielt.

Präsident Dirk Zingler (57) wurde vom Aufsichtsrat für weitere vier Jahre bis 2025 bestellt.

Sein Einfluss auf den Klub seit Amtsantritt 2004, als er von Jürgen Schlebrowski (Oktober 2003 bis Juni 2004) übernahm ist – gelinde gesagt – enorm.

Christian Beeck (49, Sportchef von 2005 bis 2011): „Ohne Dirk Zingler hätte es Union nicht mehr im Profifußball gegeben. Ich kann mich an die Anfangszeit erinnern. Da mussten von ihm und Präsidiumsmitglied Jörg Hinze viele private Gelder reingeworfen werden.“

Zinglers Zeit begann mit einem sportlichen Rückschlag, dem Abstieg in die viertklassige Oberliga 2005.

Damals ein Schock. Heute sieht Zingler dies als Erdung an: „Vor dem Abstieg aus der 2. Liga 2004 hatten wir die Bodenhaftung ein bisschen verloren.“

Ex-Kapitän Torsten Mattuschka (40) ging von 2005 bis 2014 den Weg von der Oberliga bis in die 2. Liga mit: „Bald spielt Union das dritte Jahr Bundesliga. Wahnsinn. Union ist das Baby von Dirk, das hat er sehr groß bekommen.“

Union-Präsident Zinglers Zeit geht in die Verlängerung

Torsten Mattuschka (Foto: picture alliance)

Zingler umschiffte manche Krise. Das Präsidium kämpfte jahrelang um den Erhalt und den Ausbau der Alten Försterei. 2008/09 (Modernisierung der drei Stehplatztribünen), 2012/13 (Bau der Haupttribüne) wurden die ersten Stufen gezündet.

Bis 2025 folgen weitere Stadionpläne.

Demnächst soll Unions „Wohnzimmer“ 37.000 statt 22.000 Besucher fassen. Zingler: „Wir wollen im Sommer 2022 Baurecht.“ Außerdem müsste das anliegende Trainingsgelände umgestaltet und das Nachwuchs-Leistungszentrum gebaut werden.

Union-Präsident Zinglers Zeit geht in die Verlängerung

Das Stadion soll erweitert werden (Archivfoto: picture-alliance / Eibner-Presse)

Nico Schäfer (52, Unions organisatorischer Leiter 2011 bis 2016): „An Projekten mangelt es dem Verein nicht. Der Erfolg gibt Dirk Zingler recht.“
Auch Corona konnte Union nicht stoppen. Zingler: „Die Krise, die wir in den letzten 14 Monaten hatten, war zu keinem Zeitpunkt existenzgefährdend. Sie war aber mental, organisatorisch und wirtschaftlich eine Herausforderung.“

Kein Wunder, dass Zingler jetzt den sportlichen Erfolg genießt: „Das Erreichen der Conference League wäre für uns eine riesige Kirsche auf einer ganz fetten Sahnetorte, die wir sowieso schon essen.“

Mit Trainer Urs Fischer (55) soll sich Union in der Bundesliga weiter etablieren.

Wirtschaftlich will sich Zingler eher nicht in die Karten schauen lassen. Vereinbarungen mit den Investoren Quattrex oder Michael Kölmel sollen geheim bleiben.

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Union-Trainer Urs Fischer (Foto: picture alliance / GES/Marvin Ibo Güngör)

Offener ist Zingler, was soziale Netzwerke angeht: „Ich bin als Präsident nicht bei Facebook, Instagram oder Twitter. Mir ist egal, ob wir 100.000 oder 500.000 Follower haben.“

Zingler setzt auf persönliche Kontakte: „Ich möchte so schnell wie möglich endlich wieder Menschen im Stadion haben, Fußball gucken und dabei ein Bier trinken können.“

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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