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Telefon-Chaos bei Impfterminen – Brandenburgs Hotline versagt!

Telefon-Chaos bei Impfterminen – Brandenburgs Hotline versagt!

Erst einmal können nur Menschen über 80 Jahren, Bewohner von Pflegeheimen und ihr Personal sowie Beschäftigte mit einem hohen Ansteckungsrisiko in Krankenhäusern oder bei Rettungsdiensten Termine vereinbaren (Symbolfoto)

B.Z. hatte es vorhersagt: Nun ist das Impftelefon-Chaos da! Unter der Hotline-Nummer 116117 ist im Land Brandenburg weder ein Ansprechpartner noch ein Termin zu kriegen.

Anders als in Berlin müssen sich Brandenburgs Senioren selbst um einen Impftermin kümmern. Seit Montag früh sitzen dafür 150 Callcenter-Mitarbeiter der Kassenärztlichen Vereinigung bereit. Doch der Andrang der Impfwilligen ist wohl zu groß.

197.000 Einwohner über 80 haben ein Anrecht auf den schützende Piks. Doch wer im Potsdamer Festnetz die 116 117 wählt, hört nur drei Signaltöne – das war´s! Kommt man nach vielen Versuchen doch mal durch, ertönt eine Ansage: „In Ihrem Landkreis ist die Nachfrage groß. Rufen Sie später an!“

Mit dem Mobiltelefon sieht es zunächst besser aus: In drei Menü-Schritten, die man mit Nummerntasten bestätigen muss, wird man über automatische Fragen zur Impfterminvergabe weitergestellt. Doch bevor man einen Menschen am anderen Ende der Leitung hat, bricht das Gespräch bei der Datenschutz-Einwilligung plötzlich ab. Auch beim zweiten und dritten Versuch.

„Wir sind überrannt worden von extrem vielen Anrufen – über 10.000 Stück am Vormittag“, sagte der Vize-Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg, Holger Rostek, am Montag in Potsdam. Er bat darum, dass nur über 80-Jährige anrufen sollten und nicht Jüngere, die noch nicht impfberechtigt seien. Vergeben würden nur Termine für Impfungen in Zentren, die in dieser und der nächsten Woche offen sind. Die Impfzentren in Potsdam und Cottbus starten an diesem Dienstag, das Zentrum in Schönefeld soll am 11. Januar loslegen.

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Brandenburgs Impf-Hotline: Ein Totalausfall! Und ein absehbarer dazu. Warum schreibt das Land die Impfberechtigten nicht einfach an, wie in Berlin? „Das ist hier nicht so einfach“, sagt Gabriel Hesse vom Gesundheitsministerium der B.Z., „Berlin hat einen anderen Zugriff auf Meldeämter und Daten.“

Am Montag nachmittag will der Kassenärzte-Vizechef Holger Rostek das Telefonchaos bei einer Video-Konferenz erklären. Falls sie funktioniert …

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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