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Teileinsturz eines Wohnhauses in Florida : Zehn Todesopfer in Trümmern gefunden – noch mehr als 150 Vermisste

Retter suchen nach dem Teileinsturz eines Wohnhauses im US-Staat Florida weiter nach Verschütteten. Die Gesamtzahl der Toten ist weiter “äußerst ungewiss”.

Teileinsturz eines Wohnhauses in Florida : Zehn Todesopfer in Trümmern gefunden – noch mehr als 150 Vermisste

Rettungskräfte durchsuchen die Trümmer des Hauses in Surfside.Foto: AFP/Getty Images/Joe Raedle

Nach dem Teileinsturz eines zwölfstöckigen Wohnhauses im US-Bundesstaat Florida ist die Zahl der Todesopfer erneut gestiegen. Am Montag sei in den Trümmern ein weiterer lebloser Körper gefunden worden, sagte die Bürgermeisterin des Bezirks Miami-Dade, Daniella Levine Cava, an der Unglücksstelle in Surfside nahe Miami.

Die Zahl der Toten sei damit auf zehn gestiegen. 151 Menschen gelten Levine Cava zufolge weiter als vermisst. Sie betonte, die Suche nach Opfern in den Trümmern gehe weiter.

Neben den Hunderten Helfern, Rettungshunden, Sonargeräten und Drohnen sowie Infrarot-Scannern sind seit Sonntag auch zwei große Kräne und zwei Bagger im Einsatz, um nach den Verschütteten zu suchen.

Experten aus Israel und Mexiko helfen bei der Suche. “Es ist eine extrem schwierige Situation”, sagte Feuerwehrchef Alan Cominsky am Wochenende. “Unsere Rettungsteams arbeiten ununterbrochen, wir tun alles, was wir können, durchsuchen jeden Winkel und geben die Hoffnung nicht auf, Überlebende zu finden.”

Die Suchkräfte hätten außerdem weitere noch nicht identifizierte „menschliche Überreste“ gefunden, sagte Levine Cava weiter, ohne konkreter zu werden. Die Identifizierung sei nicht einfach. Hier würden DNA-Tests genutzt. Von Angehörigen seien dazu DNA-Proben eingesammelt worden.

Die Behörden hatten aber zuvor bereits betont, dass die Vermissten nicht unbedingt auch alle in dem Gebäude gewesen sein müssen.

Das strandnahe Gebäude mit rund 130 Wohneinheiten war in der Nacht zu Donnerstag teilweise eingestürzt. Die Menschen wurden im Schlaf von dem Unglück überrascht. Seitdem läuft eine verzweifelte Suche nach Überlebenden. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Rettungsteams sind rund um die Uhr im Einsatz – mit Spürhunden, Spezialkameras, Horchgeräten und schwerem Gerät.

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Zuletzt hatte ein Feuer in den Trümmern die Suchaktion erheblich erschwert. Die Rettungskräfte hatten laut Levine Cava zunächst Schwierigkeiten gehabt, den Ursprung des Brandes unter den Trümmern ausfindig zu machen, ihn zu isolieren und zu löschen. Dies habe die Suche nach möglichen Verschütteten behindert. Levine Cava sagte am Samstagabend jedoch, im Laufe des Tages hätten die Rettungskräfte bei der Bekämpfung des Feuers Fortschritte gemacht.

Mehrere Menschen wurden bei dem Unglück verletzt. Mehr als 35 Personen konnten bislang gerettet werden.

Teileinsturz eines Wohnhauses in Florida : Zehn Todesopfer in Trümmern gefunden – noch mehr als 150 Vermisste

Menschen trauern an einer Gedenktafel um die Opfer.Chanda Kanna/AFP

Experten hatten auf Mängel am Gebäude hingewiesen

Die Ursache des teilweisen Einsturzes ist weiter ein Rätsel. Der als Champlain Towers South bekannte Wohnkomplex stammt aus den 1980er Jahren. Am Wochenende wurde ein von einer externen Firma verfasster Inspektionsbericht aus dem Jahr 2018 öffentlich, in dem Experten mehrere Mängel, darunter auch größere strukturelle Mängel am Beton des Gebäudes, aufgelistet hatten. Ob diese in irgendeinem Zusammenhang mit dem Einsturz stehen könnten, blieb offen.

Levine Cava betonte am Samstag, ihr sei der Bericht zuvor nicht bekannt gewesen. Die Behörden würden allen Hinweisen nachgehen und der Ursache für das Unglück auf den Grund gehen, damit so etwas nie wieder passiere, versprach sie. In der Zwischenzeit werde auch überprüft, ob andere ähnlich alte Gebäude sicher seien.

Um zusätzliche Mittel und Material nach dem Unglück freizugeben, hatte Floridas Gouverneur Ron DeSantis den Notstand ausgerufen. Dieser wurde von Präsident Joe Biden am Freitag bestätigt, um so auch Bundesmittel zur Verfügung stellen zu können. Auch die Katastrophenschutzbehörde FEMA ist eingeschaltet. (dpa, Reuters)

Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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