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Streit um neue Radwege – Radler-Protest mit Menschen-Pollern

Streit um neue Radwege – Radler-Protest mit Menschen-Pollern

In Maler-Overalls sperren Aktivisten den freigeräumten Parkstreifen für Radler. Ein lebender Pop-up-Weg in Prenzlauer Berg
Foto: DAVIDS/Sven Darmer

An der Schönhauer Allee gibt es Streit um neue Wege für Radfahrer. Den Aktivisten geht es nicht schnell genug und Anwohner sorgen sich um Parkplätze.

In ihren weißen Overalls mit roten Streifen sehen sie aus wie Schutz-Barken. Aber in den Hüllen stecken Menschen. Als lebende Poller trennten sie Freitagabend auf der Schönhauser Allee zwei Stunden lang einen Pop-up-Radweg von der Fahrbahn ab.

Eigentlich ist es beschlossene Sache: Statt des Parkstreifens soll es für die vielen Radler mindestens zwei Meter breite Radwege auf der Fahrbahn geben. Aber schon bei der Planung des ersten Umbau-Abschnitts (Eberswalder bis Stargarder Sraße) gibt‘s Probleme!

Streit um neue Radwege – Radler-Protest mit Menschen-Pollern

Ein Aktivist sprüht ein Fahrrad-Symbol auf die Straße (Foto: DAVIDS/Sven Darmer)

Um Zeit zu sparen, sollen die Fahrradampeln zunächst stehen bleiben. Die Radler müssten also von ihrer neuen breiten Trasse an Kreuzungen immer zurückschwenken auf ihre alte Schmalspur.

Ein anderes Problem: Ab 2025 soll die Brücke über dem Ringbahn-Graben abgerissen werden – hier würde ein Umbau noch keinen Sinn haben.

Aber Rad-Aktivisten drücken aufs Tempo. „Es entspricht in keinster Weise der Realität, dass der Autoverkehr an der Schönhauser Allee mit sechs Spuren beglückt wird, während die Radfahrenden gerade mal 80 Zentimeter pro Richtung bekommen,“ schimpft Timm Ullrich vom Netzwerk Fahrradfreundliches Pankow.

Streit um neue Radwege – Radler-Protest mit Menschen-Pollern

Christine (31) und Silvia (53) Knop sind skeptisch: „Wo sollen wir denn mit dem Auto hin?“ (Foto: DAVIDS/Sven Darmer)

Skeptisch beobachteten Anwohner die Aktion. Christine (31) und Silvia (53) Knop: „Wo sollen wir denn mit dem Auto hin? Eigentlich sollte es eine Parkspur unter der U-Bahn geben – die wurde nicht gebaut.“

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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