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Sprint-Königin Hinze sehnt Neustart herbei: Bin „hungrig auf mehr“

Sprint-Königin Hinze sehnt Neustart herbei: Bin „hungrig auf mehr“

Emma Hinze zeigt es an: Dreimal Gold holt sie in Berlin. Das schaffte selbst Kristina Vogel nur einmal
Foto: dpa

Unmittelbar vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie in Europa gewann Emma Hinze drei Titel bei der Bahnrad-WM in Berlin. Seitdem ist sie kein Rennen mehr gefahren. Der Olympia-Traum ist aber nur aufgeschoben.

Knapp ein Jahr ist es her, als sich Emma Hinze bei der Bahnrad-WM in Berlin mit drei Titeln zur Sprint-Königin krönte. Für die Olympischen Spielen in Tokio galt sie als Topfavoriten auf drei Goldmedaillen. Doch dann kam Corona und für die 23-Jährige eine schier endlose Wartezeit. Nicht einmal konnte sie im Rennen ihr Weltmeister-Trikot präsentieren. Die Zuversicht hat Hinze aber auch während der Pandemie nicht verloren. Aufschoben ist nicht aufgehoben, heißt es mit Blick auf Olympia.

„Ich sehe es nicht so, dass mir eine Chance genommen wurde. Ich bin immer noch jung. Für mich macht es keinen Unterschied, dass Olympia in diesem Jahr stattfindet und nicht im letzten Jahr“, sagte Hinze in einem virtuellen Pressegespräch am Mittwoch und fügte hinzu: „Ich will schon noch versuchen, mich zu verbessern und nicht zu sagen: Das war das Beste, was ich erreicht habe – und das war’s. Es wurde halt einfach vertagt.“

Hinze hatte mit ihren drei Siegen von Berlin die Nachfolge von Rekord-Weltmeisterin Kristina Vogel angetreten, die seit ihrem schlimmen Unfall querschnittsgelähmt ist. Die WM mache sie stolz, sagte Hinze rückblickend und betonte: „Ich bin aber auch hungrig auf mehr. Ich hoffe, dass es bald wieder losgeht.“

Sprint-Königin Hinze sehnt Neustart herbei: Bin „hungrig auf mehr“

Selfie mit Superstar: Das deutsche Bahnrad-Team knipst sich mit Olympiasiegerin Kristina Vogel (Foto: dpa)

Die 23-Jährige geht davon aus, dass Olympia in diesem Jahr stattfindet. „Wenn ich das nicht machen würde, könnte ich nicht jeden Tag aufstehen und mich abrackern“, sagte Hinze, die gerade ein Trainingslager auf Rhodos absolviert hat und nun wieder auf der Bahn in Cottbus an ihrer Form arbeitet.

Für ihren Olympia-Traum würde sie auch auf Zuschauer verzichten, auch wenn das „komisch“ sei. Gerade die Wettkämpfe fehlen Hinze. „Ich brauche die Wettkämpfe, um mich zu steigern“, sagte die Ausnahmeathletin. Ab April sollen die ersten Weltcups wieder stattfinden. Hinze hofft, dass es tatsächlich so kommt: „Andere Sportarten kriegen das auch hin. Olympia ohne Wettkämpfe vorher wäre nicht so gut.“

Die Wettkampfpause hatte aber auch gute Seiten. Hinze wurde zwischenzeitlich von einer Knieverletzung zurückgeworfen. „Die konnte ich gut auskurieren“, erklärte die gebürtige Hildesheimerin, die inzwischen in Cottbus heimisch ist. Sie habe jetzt keine Probleme mehr. „Ich trainiere sehr hart. Das hat sich im Vergleich zum letzten Jahr nicht verändert.“ Olympia kann also kommen.

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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