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SPD-Politikerin Freitag zu DFB-Chef Keller: Rücktritt unausweichlich

SPD-Politikerin Freitag zu DFB-Chef Keller: Rücktritt unausweichlich

Die SPD-Politikerin Dagmar Freitag ist Sportausschuss-Chefin. Ihr Wort hat Gewicht. Sie hält einen Rücktritt von DFB-Präsident Fritz Keller für unausweichlich
Foto: picture alliance/dpa

Die Sportausschussvorsitzende Dagmar Freitag hält einen Rückzug von DFB-Präsident Fritz Keller für unumgänglich. Er habe mit seiner „unentschuldbaren Äußerung“ gegenüber Vizepräsident Rainer Koch den „letzten Anlass für seine ohnehin nicht wenigen Gegner im Verband geliefert“, so die SPD-Politikerin.

Deshalb sei der „Rücktritt unausweichlich“, wenngleich der Kern des jahrelangen Machtkampfes im DFB damit sicher nicht erledigt sei.

Die Landes- und Regionalchefs des DFB hatten Keller zum Rücktritt aufgefordert.

SPD-Politikerin Freitag zu DFB-Chef Keller: Rücktritt unausweichlich

Rainer Koch und Fritz Keller, hier auf der Tribüne bei einem Länderspiel im Jahr 2019 in Mönchgladbach (Foto: picture alliance / SvenSimon)

Der 64 Jahre alte Keller hatte in einer Präsidiumssitzung Koch als „Freisler“ bezeichnet und so mit Roland Freisler, dem Vorsitzenden des Volksgerichtshofes im Nationalsozialismus, verglichen.

SPD-Politikerin Freitag zu DFB-Chef Keller: Rücktritt unausweichlich

Um DFB-Präsident Fritz Keller, hier bei einem Spiel vom SC Freiburg im April 2021, wird es einsam. Er hat nach seiner Äußerung gegenüber Koch nur noch wenige Unterstützer (Foto: picture alliance / Pressefoto Ru)

Zugleich kritisierte Freitag die Landesverbände, die sich „als mutlos“ erwiesen hätten. „Denn sie sind mit den Rücktrittsforderungen an Keller und Generalsekretär Friedrich Curtius nur einen halben Schritt gegangen“, sagte sie.

Koch und Schatzmeister Stephan Osnabrügge blieben schließlich unbehelligt – „und wenn sie erneut die Strippen für den nächsten Neuanfang ziehen, ist das aus meiner Sicht alles andere als ein ermutigendes Zeichen“.

„Verheerendes Bild“

Für Freitag haben die Affären und Querelen im DFB großen Schaden angerichtet. „Aus meiner Sicht gibt der DFB seit Jahren ein verheerendes Bild nach außen ab“, sagte sie. „Das haben die Amateure und die unzähligen ehrenamtlich Tätigen wahrlich nicht verdient. Und der Schaden liegt ja nicht nur auf der nationalen Ebene.“

International spiele der DFB seit Jahren eine untergeordnete, „um nicht zu sagen, keine Rolle“, sagte Freitag.

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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