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Sonnencremes bei Stiftung Warentest : Drei von vier Naturkosmetika fallen beim Lichtschutzfaktor durch

Vier von 20 Sonnencremes erfüllen nicht den angegebenen Lichtschutzfaktor, drei davon im hochpreisigen Segment. Die Mehrheit schützt jedoch zuverlässig.

Sonnencremes bei Stiftung Warentest : Drei von vier Naturkosmetika fallen beim Lichtschutzfaktor durch

Gut gecremt, gut geschützt? Die meisten Sonnencremes bieten tatsächlich den UV-Schutz, den sie auf der Verpackung versprechen.Foto: dpa-tmnFoto: Christin Klose/dpa-tmn

Klettern die Temperaturen über 30 Grad, lässt es sich im Grunde noch am See aushalten. Das wichtigste Mantra dabei: Eincremen nicht vergessen. Stiftung Warentest hat sich daher den Sonnenschutzmitteln angenommen. Vier versagen, neun können überzeugen.

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20 Sonnencremes mit Lichtschutzfaktor 20, 30 und 50+ hat die Verbraucherorganisation insgesamt untersucht. Getestet wurden folgende Kategorien:

  • Einhalten des angegebenen UV-Schutzes: 50%
  • Kritische Inhaltsstoffe: 20%
  • Verpackung: 15%
  • Deklaration: 15%

Anders als in den Jahren davor wurden in diesem Test nicht mehr die mikrobiologische Qualität oder auf Keime untersucht, da es hierbei in der Vergangenheit keine Probleme gegeben hatte. Auch Tests zur Hautpflege werden nicht mehr mit einbezogen. 16 der 20 Produkte schützen zuverlässig, neun bewertet die Stiftung als sehr gut. Insgesamt vier Cremes fallen jedoch durch den Test.

Der Testsieger

Mit einer Note von 1,3 ist die „Sonnenschutz-Milch Ambre Hydra 24h“ von „Garnier“ Testsieger. Leichte Abzüge gibt es in den Punkten Verpackung und Deklaration. Für 3,50 Euro je 100 ml erhält man hier Lichtschutzfaktor 30.

Die fünf besten Sonnenschutzmittel 2022

  • Garnier Sonnenschutz-Milch Ambre Hydra 24h (3,50 Euro je 100 ml, Note 1,3): „sehr gut“ beim UV-Schutz und Inhaltsstoffen, gut in Verpackung und Deklaration
  • dm Alverde Naturskosmetik Sensitiv Sonnenmilch (4,00 Euro je 100 ml, Note 1,4): „sehr gut“ beim UV-Schutz und Inhaltsstoffen, gut in Verpackung und Deklaration, zertifizierte Naturkosmetik
  • dm Sundance MED Sonnenspray (3,50 Euro je 100 ml, Note 1,4): „sehr gut“ beim UV-Schutz und Inhaltsstoffen, gut bei der Deklaration, befriedigend bei der Verpackung
  • Eau Thermale Avéne Intense Protect (15,10 Euro je 100 ml, Note 1,4): „sehr gut“ beim UV-Schutz und Inhaltsstoffen, gut in Verpackung und Deklaration
  • Lidl Cien Sun Sonnenmilch (1,12 Euro je 100 ml, Note: 1,4): „sehr gut“ beim UV-Schutz und Inhaltsstoffen, gut in Verpackung und Deklaration

Vier Produkte fallen durch, darunter drei Naturkosmetika

Bei den durchgefallenen Schutzmitteln handelt es sich bei dreien um vergleichsweise teure Naturkosmetika. Boep, Lavera und Speick erfüllen nicht den angepriesenen UV-Schutz und erhalten jeweils die Note 5,0.

Nur ein naturkosmetisches Produkt kann überzeugen: Die Sonnenmilch von „dm Alverde“ wird als sehr gut bewertet und erreicht mit einer Note von 1,4 den zweiten Platz. Auf den dritten und vierten Platz schafft es das „Sundance MED Sonnenspray“, ebenfalls von „dm“, sowie das „Intense Protect“ von „Eau Thermale Avéne“.

Zahlreiche günstige Produkte bewertet die Stiftung Warentest als sehr gut. Darunter fallen etwa die konventionellen Cremes von Penny und Lidl. Aber auch die „Sun Sesitive Gel-Creme“ von „Cetaphil“, die „Anthelios Hydratisierede Lotion“ von „La Roche-Posay“ und das „Schutz & Pflege Spray“ von „Nivea Sun“ erhalten die Note sehr gut.

Gesundheitliche Bedenken bei zwei Inhaltsstoffen

Der UV-Filter Homosalat steht im Verdacht, das Hormonsystem zu beeinflussen und darf laut EU-Kosmetikverordnung zu lediglich 10% in Sonnenschutzmitteln enthalten sein. Die Gel-Creme von Eucerin enthält diesen Stoff als einziges Produkt.

Sie hält die vorgegebene Grenze ein. Da der „Wissenschaftliche Ausschuss für Verbrauchersicherheit“ jedoch maximal 0,5% Anteil für sicher hält, stuft die Stiftung Warentest den Homosalat-Anteil in der Gel-Creme von Eucerin aus vorbeugendem Verbraucherschutz als negativ ein.

Ähnlich sieht es bei dem Sonnenspray von Müller aus: Dieses weißt einen vergleichsweise hohen Anteil von Benzophenon auf. Dies taucht entweder durch Verunreinigung, oder aber als Abfallprodukt des UV-Filters Octocrylen in Sonnenschutzmitteln auf.

Da der Verdacht besteht, dass Benzophenon krebserregend sein könnte, wird das Müller-Spray im Punkt „Kritische Inhaltsstoffe“ nur mit ausreichend bewertet. Die Stiftung empfiehlt, octocrylenhaltige Produkte ausschließlich bis zum aufgedruckten Mindesthaltbarkeitsdatum zu verwenden, da sich Benzophenom vor allem bei längerer Lagerung bildet.

Insgesamt weisen die Sonnenschutzmittel ein vergleichsweise gutes Ergebnis auf. Die meisten Produkte halten den versprochenen UV-Schutz, gleich neun Produkte werden mit Noten zwischen 1,3 und 1,5 bewertet.

Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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