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So kann man die Urlaubssonne genießen und Hautkrebs vermeiden

So kann man die Urlaubssonne genießen und Hautkrebs vermeiden

Endlich Urlaub! Und die Sonne am Strand genießen….aber Vorsicht – auch an die Haut und genügend Sonnenschutz denken
Foto: picture alliance / SVEN SIMON

Sommerzeit ist Urlaubszeit. Während sich die einen über geöffnete Ländergrenzen freuen, nutzen andere die Zeit für Ausflüge in die Umgebung. Doch, ob Auslandsreise oder heimatliche Entdeckungstour – der Schutz vor krebserregenden UV-Strahlen ist wichtig!

 „Wir raten zu einem bedachten Umgang mit der Sommersonne, gerade in der Urlaubszeit. Wer bei der Tagesplanung den aktuellen UV-Index im Blick hat und sich entsprechend schützt, senkt langfristig sein Hautkrebsrisiko“, so Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe.

Der UV-Index beschreibt die sonnenbrandwirksame UV-Strahlungsstärke. Er ist weltweit einheitlich definiert und wird von verschiedenen Diensten im In- und Ausland bereitgestellt. 

Endlich Urlaub! Das bedeutet für viele: Mehr Zeit an der frischen Luft und in der Sonne. Der Tagesablauf ändert sich, aber in vielen Urlaubsgebieten ist die ultraviolette Strahlung oft noch intensiver als zu Hause. Dies ist in Höhenlagen und in Äquatornähe ebenso der Fall, wie am Meer, wo UV-Strahlen durch Wasser und Sand reflektiert werden.

► „Sonnenurlaube können der Haut langfristig schaden. Unsere Haut vergisst nichts! Jeder Sonnenbrand, jede Hautrötung, jeder Aufenthalt in der Mittagssonne hinterlässt Schäden im Erbgut von Hautzellen. Diese summieren sich und können Jahrzehnte später zu Hautkrebs führen“, erläutert Professor Dr. Eckhard Breitbart, Dermatologe und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP).

Derzeit erkranken jedes Jahr bundesweit rund 287.000 Menschen neu an Hautkrebs, über 36.000 davon am gefährlichen malignen Melanom.

UV-Belastung an Ostsse und Mittelmeer oft gleich

Die Gefahr von UV-Schäden droht jedoch nicht nur in sonnenreichen Ländern. Ob am Mittelmeer oder an der Ostseeküste: Studien zeigen, dass sich Urlauber in beiden Regionen oft ähnlich hohen UV-Belastungen aussetzen.

► „Beim Urlaub im südlichen Ausland denken wir eher daran, uns vor der Sonne zu schützen. Hierzulande führt schon eine kühle Brise schnell dazu, dass wir auch mittags in der Sonne brutzeln, wenn die Strahlungsintensität am höchsten ist“, erklärt Dr. Beate Volkmer, Zellbiologin und Mitglied des Ausschusses „Strahlenrisiko“ der Strahlenschutzkommission (SSK).

„Wir können UV-Strahlen nicht mit unseren Sinnen wahrnehmen. Unser Verhalten in der Sonne ist daher eng mit unserem Temperaturempfinden verknüpft.“, erläutert Breitbart. „Ist es heiß und die Luft feucht, reagiert der Körper mit Unbehagen. Man fühlt sich schlapp und sucht Schatten auf. Dies schützt gleichzeitig vor Hitze und UV-Strahlung.

Bei angenehmer Wärme und trockener Luft hingegen halten wir uns gern draußen auf und setzen unsere Haut verstärkt der UV-Strahlung aus. Beachten Sie daher täglich den ‚UV-Index‘ und schützen Sie sich entsprechend.“

Der UV-Index (UVI) beschreibt den am Boden erwarteten Tagesspitzenwert der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlungsstärke. Auf einer Skala von 1 (niedrig) bis 11+ (extrem) können Nutzer das Sonnenbrandrisiko ablesen. Jedem Skalenwert sind dabei entsprechende Sonnenschutzmaßnahmen zugeordnet. Der UV-Index wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert und ist weltweit einheitlich. 

Richtiger UV-Schutz ist auch im Urlaub einfach umzusetzen. Durch Museumsbesuche oder Aufenthalte in schattigen Waldabschnitten können Urlauber beispielsweise hohe UV-Belastungen vermeiden.

Für die Zeit, die in der Sonne verbracht wird, raten die Deutsche Krebshilfe und die ADP zu ausreichendem UV-Schutz. Dazu zählt Kleidung, die Schultern, Nacken und Dekolleté bedeckt und möglichst bis zu den Knien reicht, Schuhe, die den Fußrücken schützen sowie Sonnenbrille und -hut. Auf freie Hautstellen sollte ausreichend Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor (30 oder höher) aufgetragen werden.

Weitere Informationen und kostenlose Materialien rund um das Thema UV-Schutz erhalten Interessierte hier online.

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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