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So ist man beim Eislaufen sicher unterwegs

So ist man beim Eislaufen sicher unterwegs

Eislaufen auf einer Eisbahn. Für Anfänger sind dicke Handschuhe und eine dicke Wollmütze ein guter Schutz
Foto: picture alliance / ANP

Wollmütze und Handschuhe statt Helm und Handgelenkschoner: Nicht alles, was man zum Schutz vor Stürzen vom Inlineskating her kennt, ist aufs Eis übertragbar. Und auch das Hinfallen will gelernt sein.

Im Winter schnüren viele Menschen die Schlittschuhe – manche vielleicht zum allerersten Mal, andere nach längerer Zeit zum ersten Mal wieder. Doch gerade Anfänger und Wiedereinsteiger fallen eher mal hin und sollten sich deshalb gut schützen.

Einen großen Fehler sollten sie dabei aber nicht machen: Schoner mit Plastikabdeckung über die Kleidung ziehen. „Das ist sehr gefährlich. Wenn man damit aufs Eis fällt, rutschen die Schoner sofort weg und man fällt auf das Gesicht“, warnt Nicole Brünner von der Deutschen Eislauf-Union.

Sie rät dazu, sich flexible Schoner, die man sie vom Volleyball oder Handball her kennt, unter die Kleidung zu ziehen.

Nicht ohne Handschuhe aufs Eis

Auch Handgelenkschoner wie beim Inlineskating sind beim Eislaufen aufgrund der Plastikschalen ungeeignet – dicke Skihandschuhe sind hier laut Brünner besser. Sie dämpfen nicht nur bei Stürzen den Aufprall, sondern schützen die Finger auch vor Verletzungen durch Kufen, wenn man hinfällt. „Niemand sollte ohne solche Handschuhe aufs Eis“, betont die Expertin, „vor allem nicht im Kinderbereich“.

Helmen steht Brünner zwiespältig gegenüber. Sie schützen zwar den Kopf, können aber bei Zusammenstößen andere Eisläufer im Gesicht verletzen. Wer einen Helm trägt, sollte zumindest darauf achten, dass dieser abgerundet ist und keine scharfen Kanten hat.

Die beste Lösung sind aus Sicht von Brünner dicke Wollmützen. Auch sie dämpfen beim Aufprall, bergen keine Gefahr für andere und halten den Kopf warm.

Wie fällt man eigentlich richtig?

Wichtig sei, sich bei einem Sturz möglichst nach vorne fallen zu lassen. „Das Eis rutscht. Damit ist die Gefahr für die Handgelenke bei Stürzen nicht so groß wie beim Inlineskaten auf Asphalt“, sagt die Assistentin der Bundesnachwuchstrainerin. Ideal sei es, wenn man sich über die Schultern abrollen kann. Das funktioniere intuitiv aber nur, wenn man das richtige Hinfallen gelernt habe, fügt Brünner an.

Fakt ist: Nach hinten zu fallen ist die schlechteste Option. Man kann sich das Steißbein verletzen und auch den Kopf. „Der fällt dann wie eine Schwungkeule nach hinten“, warnt Brünner.

Tipps für den Einstieg

Für Anfänger bieten zugefrorene Seen, anders als Kunsteisflächen, keine Bande oder Abgrenzung, an der man sich festhalten könnte.

Die Expertin rät daher dazu, sich einen Schlitten mitzunehmen: „Den kann man vor sich herschieben, um erstmal ein Gefühl das Eis zu bekommen.“

Zu Beginn sollte man sich einmal aufs Eis setzen und dann in den Vierfüßlerstand kommen. Aus dieser Position versucht man aufzustehen. „Die Hände gehen zuletzt hoch“, beschreibt Brünner die Bewegung. Wenn man das Aufstehen geübt hat, gebe dies Sicherheit.

Wer dann auf den Kufen steht, sollte es langsam angehen lassen. Stapfen und viel Druck auf den Schlittschuh ausüben – so komme man langsam in Fahrt.

Wichtig für die Sicherheit ist auch, dass kein Risiko des Einbrechens im Eis besteht. Nach Angaben des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sollte man Eisflächen erst ab einer Eisschicht von 15 Zentimetern Dicke betreten.

Bei fließenden Gewässern müssten es mindestens 20 Zentimeter sein. Eisläuferinnen und Eisläufer sollten unbedingt auf Warnschilder achten und im Zweifel noch einmal bei der Gemeinde nachfragen, ob eine Eisfläche schon freigegeben ist.

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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