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So hart trifft Corona die Brandenburger Wirtschaft

So hart trifft Corona die Brandenburger Wirtschaft

Auch in die Innenstadt von Potsdam kehrte nach dem Lockdown zuletzt das Leben zurück
Foto: Siegfried Purschke

Zwei Drittel der Brandenburger Unternehmen geht es heute schlechter als vor Corona. Eine neue Umfrage der Industrie- und Handelskammern zeigt die Folgen der Pandemie.

Nur 7,9 Prozent der 1400 befragten Betriebe geht es besser als vor Corona. 64,2 Prozent nennen ihre Lage schlechter. Unverändert ist sie bei 27,9 Prozent. Besonders schlimm sieht es bei Reisebüros und im Gastgewerbe aus. Doch auch im Handel und Verkehr klagen zwei Drittel über schlechtere Geschäfte.

62 Prozent der Unternehmen gingen Aufträge verloren. Bei 44 Prozent hat sich das Betriebsklima verschlechtert, 34 Prozent schickten Angestellte in Kurzarbeit. Mehr als jeder zehnte Betrieb (11,4 %) musste Mitarbeiter entlassen.

Nur jede vierte Firma nannte als positive Folge eine stärkere Digitalisierung. Alle Branchen beklagen höhere Preise für Waren und Dienstleistungen. Am häufigsten (60 bis 80 %) in Bau, Handel und Industrie. Die Sicherung von Zahlungsfähigkeit und Mitarbeitern ist wichtigstes Ziel.

Vernichtend das Urteil über Staatshilfe: Für zwei Drittel ist sie zu bürokratisch, für die Hälfte zu gering, für jeden dritten Betrieb zu spät. 28,9 Prozent waren trotz Notlage nicht antragsberechtigt. Nur jeder vierten Firma reichte die Hilfe aus.

Überraschend: Je 36 Prozent der Betriebe wollen die Sofort-Öffnung aller Bereiche – oder den strikten Lockdown!

Knuth Thiel von der IHK Ostbrandenburg stellt fest: „Durch die Wirtschaft geht ein tiefer Riss.“

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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