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Sie will Ministerpräsidentin in Baden-Württemberg werden : CDU-Spitzenkandidatin Eisenmann verteidigt ihren Schulöffnungs-Kurs

Trotz steigender Corona-Zahlen will Baden-Württembergs Kultusministerin Eisenmann, dass alle Kinder an die Schulen zurückkehren. Ist das zu verantworten?

Sie will Ministerpräsidentin in Baden-Württemberg werden : CDU-Spitzenkandidatin Eisenmann verteidigt ihren Schulöffnungs-Kurs

CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann.Foto: picture alliance/dpa/dpa-Pool

Die CDU-Spitzenkandidatin in Baden-Württemberg, Susanne Eisenmann, hat ihre Forderungen nach umfassenden Schulöffnungen verteidigt. „Präsenzunterricht ist einfach durch nichts zu ersetzen“ , sagte Eisenmann dem Tagesspiegel. Wenn die Schulen geschlossen seien, sei das fatal für die soziale, psychische und motorische Entwicklung von Kindern. Es gehe bei Schule nicht nur um die Vermittlung von Wissen. „Es geht darum, dass Kinder andere Kinder brauchen, dass Jugendliche andere Jugendliche brauchen. Schule ist auch Persönlichkeitsentwicklung.“

Viele Jugendliche täten sich mit dem Fernlernen enorm schwer, sagte Eisenmann, die baden-württembergische Kultusministerin ist. „Studien zeigen, dass der Lernerfolg im Fernunterricht deutlich geringer ist – selbst wenn die technische Ausstattung gut ist.“

„Wo ist denn im Gesundheitswesen der große digitale Sprung?“

Eisenmann räumte aber auch ein, dass Schulöffnungen mit einer kompletten Änderung der Teststrategie einhergehen müssten. Man müsse anlasslos, niedrigschwellig und wohnortnah testen. „In Apotheken, beim Arzt, in kommunalen Testzentren. Es muss möglich sein, einfach ohne Termin vorbeizugehen und kostenlos den Test zu bekommen.“ Die Tests sollten nicht nur für Lehrerinnen und Lehrer, sondern auch für Eltern und Schülerinnen und Schüler problemlos verfügbar sein, forderte Eisenmann.

Auf die Kritik an den Kulturministern wegen der mangelnden Digitalisierung der Schulen in Deutschland reagierte Eisenmann mit einem Gegenangriff. „Ich würde mir wünschen, dass man auf alle so genau schaut wie auf die Kultusminister. Wo ist denn im Gesundheitswesen der große digitale Sprung? Wo ist er in der Verwaltung insgesamt?“, fragte sie. Von dem, was in den Schulen inzwischen passiert ist, „können sich andere Scheiben abschneiden.“ So kritisierte Eisenmann die Corona-App – „bis jetzt kein wirkungsvolles Konstrukt“. Und wenn sie sich anschaue, wie digital die Gesundheitsämter ausgestattet seien – „da kann ich nur sagen: Nigeria lässt grüßen!“

Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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