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Senatorin: Verpackungsmüll in Berliner Parks ist ein Problem

Senatorin: Verpackungsmüll in Berliner Parks ist ein Problem

Zeugen einer Partynacht im James-Simon-Park am Hackeschen Markt
Foto: Spreepicture

Der Müll in Berliner Parks und Grünanlagen ist auch und gerade in der Corona-Pandemie ein großes Problem.

Allein in diesem Jahr bezahlte der Senat rund 14 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt für die Reinigung zahlreicher Parks, Grünflächen und Spielplätzen an die Stadtreinigung (BSR), wie Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) am Mittwoch mitteilte. Seit 2016 waren es mehr als 60 Millionen Euro.

Vor allem in der Nähe von Kneipen und „Spätis“ lagen bei gutem Wetter laut BSR immer mehr Einwegverpackungen. Das gehe auf den Außer-Haus-Verkauf der Gastronomiebetriebe zurück.

Im vergangenen Jahr räumte das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 15 000 Kubikmeter Abfall aus Parks, Grünanlagen und Forstrevieren. Dazu zählte auch der Müll aus aufgestellten Abfallbehältern sowie die Reste auf Wiesen.

Senatorin: Verpackungsmüll in Berliner Parks ist ein Problem

Nachdem der James-Simon-Park mal wieder geräumt wurde, sah er aus wie eine Müllhalde (Foto: Spreepicture)

Pop appellierte bei einem Rundgang im kleinen Weinbergspark in Mitte an die Besucher, weniger Müll liegen zu lassen. „Mit den steigenden Temperaturen, als wir auch noch den Lockdown hatten, wollten die Menschen raus in die Parks, was ich vollkommen nachvollziehen kann“, sagte die Senatorin.

„Aber natürlich führte das noch stärker als in der Vergangenheit dazu, dass in den Park- und Grünanlagen konsumiert wurde und die Vermüllung der Parks gerade in der Innenstadt noch weiter vorangeschritten ist.“

Senatorin: Verpackungsmüll in Berliner Parks ist ein Problem

Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) appelliert an Parkbesucher (Foto: picture alliance/dpa)

Der Senat sieht auch das Problem der zunehmenden Schädigung der Rasen- und Grünflächen. „Natürlich gehört zu der Lebensqualität dazu, dass der Park nicht nur nicht vermüllt ist, sondern auch als dieser erkennbar ist“, betonte Pop.

Gerade in Berlin-Mitte seien die Grünflächen ziemlich rar, weshalb sie viel und stark genutzt würden. An die Bezirke, die hauptsächlich für die Grünflächenpflege verantwortlich seien, sei deshalb mehr Geld überwiesen worden.

Die BSR reinigt insgesamt 79 Parks, kleinere Grünanlagen, Spielplätze sowie mehrere Schwerpunktbereiche in 17 Forstrevieren. Dazu gehören auch einige bekannte Parks wie der Görlitzer Park, der Park am Weißen See, der Lietzenseepark, der Volkspark am Weinberg und der Treptower Park. Insgesamt hat die BSR für die Park- und Forstreinigung rund 280 neue Stellen geschaffen.

Die Senatorin mahnte: „Wir wollen natürlich, dass die Menschen die Parks beleben und nutzen, aber dass sich die Leute auch klar machen, das ist meine Stadt und ich habe keine zweite andere und die halte ich eben auch sauber.“

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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