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Selbst ist die Frau beim Häuslebau

Selbst ist die Frau beim Häuslebau

160 Quadratmeter Spielfläche. So groß ist der Hof bei Cottbus, den Caterina Rancho (35) sanierte
Foto: Guenther

Die Berlinerin Caterina Rancho saniert alles ohne Handwerker. Eine alte Flachsfarm in Spreewald-Nähe sanierte sie im Alleingang.

Caterina Rancho (35) ist eigentlich Fotografin und Interior-Designerin. Manchmal ist sie aber auch Fliesenlegerin, Dachdeckerin, Küchenbauer, Fensterbauer oder Verputzerin. Es kommt ganz darauf an, was gerade anliegt.

Alles fing an, als Caterina zum ersten Mal bei Cottbus das kleine DDR-Häuschen des Onkels ihres Partners sah – versteckt am Rande einer Wohnsiedlung, eingebettet in Grün und direkt an der Spree. „Ich habe sofort das Potenzial erkannt“, sagt die Neuköllnerin.

Selbst ist die Frau beim Häuslebau

Das Wohnzimmer. Die Ziegelwand ist alt, die Fenster sind neu. Davor steht die gemütliche Sitzlandschaft (Foto: Guenther)

Mit dem Kauf für 17.000 Euro fiel der Startschuss für die Bauarbeiten. „Alles war vermodert und bis unters Dach voll mit Insekten und Spinnen“, erinnert sich Caterina. Sie verlegte Abwasser, verputzte das Bad, baute Fenster ein und durchbrach Wände. Insgesamt investierte sie 20.000 Euro in die Sanierung.

Selbst ist die Frau beim Häuslebau

Das Sanierungsobjekt. Die Flachsfarm, ein alter Vierseithof nahe Spreewald (Foto: Guenther)

„Es liegt in meinem Naturell, Dinge zu bauen“, so die Eigentümerin. „Alle Handwerksarbeiten habe ich mir mithilfe von YouTube-Tutorials angeeignet.“ Auf Personal vom Bau verzichtete Caterina: „Ich kann Handwerker nicht leiden! Ich habe noch nie einen getroffen, der pünktlich, verlässlich, freundlich war und richtig gute Arbeit geleistet hat.“

Selbst ist die Frau beim Häuslebau

Eins von vier Schlafzimmern. Morgens beim Aufwachen blickt man in den Hof (Foto: Guenther)

Vor eineinhalb Jahren kam dann die alte Flachsfarm in Spreewald-Nähe hinzu. Für 400.000 Euro stand sie zum Verkauf. Caterina: „Dafür habe ich einen Kredit aufgenommen. Später möchte ich hier leben und eine Alters-WG gründen.“ Auch hier werkelte sie nach dem Motto „Selbst ist die Frau“, steckte bisher 100.000 Euro in die Renovierung.

Selbst ist die Frau beim Häuslebau

Dekoratives Ensemble. Goldspiegel, alte Lampe und rustikale Bank laden zum Verweilen ein (Foto: Guenther)

Ihr ist wichtig, die Geschichte der Immobilien einzufangen: „Ich versuche, alte Möbel und Gegenstände wieder herzurichten, anstatt sie auszutauschen. Außerdem verarbeite ich viele Leinenstoffe, um der Flachsfarm wieder ein wenig Leben einzuhauchen.“

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Kreativ-Bad. Über die Wanne wurde eine Stoffbahn aus Leinen drapiert (Foto: Guenther)

Durch Vermietungen soll sich die Farm finanzieren. „Zuletzt hat hier ein Stromanbieter einen Werbefilm gedreht.“ Über Vrbo und Airbnb kann jeder die Farm oder das kleine DDR-Häuschen mieten.

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Das Esszimmer. Das Haus bietet acht Gästen Platz – der Tisch auch (Foto: Guenther)

Die Fotografin: „Hier kann man fernab von der großen Stadt zur Ruhe kommen.“ Teilen muss man sich die Flachsfarm jedoch mit drei Mitbewohnern. Einer Schildkröte und zwei Hühnern.

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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