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Rummelsburger Bucht – Obdachlose sammeln ihr letzten Habseligkeiten ein

Rummelsburger Bucht – Obdachlose sammeln ihr letzten Habseligkeiten ein

Obdachlose sammeln an der Rummelsburger Bucht ihr Hab und Gut zusammen
Foto: spreepicture

Ein Transparent am Zaun verkündet: Räumungspause, persönliche Sachen abholbar. Zum Wochenende ist die Frist für Berlins bislang größtes Obdachlosencamp abgelaufen. Wer hier wohnte, bekam bis April ein Quartier in einem Hostel.

Einige Sinti & Roma hatten kein Interesse, packten ihre Gasflaschen für den Campingkocher und sonstig Habseligkeiten ins Auto, fuhren weg. „Die Menschen aus diesem Elend zu holen, damit haben wir vermutliche Menschenleben gerettet“, sagt Sozialsenatorin Elke Breitenbach (58, Linke).

Rummelsburger Bucht – Obdachlose sammeln ihr letzten Habseligkeiten ein

Am Freitagabend vergangener Woche mussten die Obdachlosen das Camp in der Rummelsburger Bucht verlassen (Foto: spreepicture)

Es habe dort offenes Feuer in Zelten gegeben, dort hätten Schwangere und Kinder gelebt, seien Ratten umher gelaufen. Trotzdem gab es Demos gegen den Umzug der Betroffenen. Breitenbach: „In Berlin finden wir also, das gehört zum selbstbestimmten Leben – das teile ich nicht!“

Am vergangenen Wochenende hatte das Lichtenberger Bezirksamt das Camp räumen lassen. Dies wurde mit dem Kälteeinbruch begründet. In dem Camp, welches seit mehreren Jahren auf einen Brachgelände an der Rummelsburger Bucht liegt und geduldet wurde, befanden sich nach ersten Angaben circa 100 Personen. Sie lebten dort in Zelten und anderen Unterkünften. 

Rummelsburger Bucht – Obdachlose sammeln ihr letzten Habseligkeiten ein

Die Räumung wurde von der Polizei begleitet (Foto: spreepicture)

Doch die Campbewohner zweifeln an dem offiziellen Anlass der Räumung. Viele hatten sich auf dem Gelände häuslich eingerichtet und waren dementsprechend auch gegen Kälte geschützt. Kaum einer hatte während der spontanen Räumungsaktion Zeit, seinen Eigentum mitzunehmen.

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Nur Stunden, nachdem die Bewohner das Areal verlassen hatten, ließ dann der Grundstückseigentümer Bagger auffahren. Das Camp wurde platt gemacht! Als der Bezirk das Abrissvorhaben des Eigentümers bemerkte, wurden die Baggerarbeiten sofort eingestellt.

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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