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Razzia in Neukölln: Zwei Corona-Teststellen dicht!

Razzia in Neukölln: Zwei Corona-Teststellen dicht!

Am Abend durchsuchten Polizei und Zoll-Beamte mehrere Corona-Teststellen in Berlin
Foto: Sven Meissner

Corona-Testzentrum-Razzia am Dienstagabend in Berlin!

Von Hildburg Bruns und Isabel Pfannkuche

Jetzt wird endlich durchgegriffen gegen den Betrug in den Teststellen!

Großeinsatz am Dienstagabend: Mitarbeiter des Bezirksamts Neukölln, der Senatsverwaltung für Gesundheit und Wirtschaft, Polizei und der Zoll mit Geldwäscheexperten fahren fünf Teststellen in Neukölln an. Zwei davon stellen sich als geschlossen heraus, drei werden überprüft.

Razzia in Neukölln: Zwei Corona-Teststellen dicht!

Auch Geldwäscheexperten kontrollierten in den Neuköllner Teststellen (Foto: Sven Meissner)

Mit vier Einsatzwagen rücken die Beamten bei der Sportsbar „Elegance“ in der Karl-Marx- Ecke Emser Straße an. Dann geht alles ganz schnell: Mit 15 Mann betreten die Beamten das Testzentrum. Nach etwa 20 Minuten Entwarnung: In dieser Teststelle läuft alles sauber. Jörg Haas vom Berliner Gesundheitssenat: „Hier hatten wir nichts zu beanstanden. Die Betreiber führen die Tests vorbildlich durch.“

Zwei weitere Teststellen – in einer Fahrschule an der Saalestraße und in der Bar „La Vida“ an der Sonnenallee – sieht es ganz anders aus. Die Teststellen werden dichtgemacht! Grund ist Unprofessionalität beim Corona-Abstrich. Haas: „Die nicht korrekte Testdurchführung ist ein sofortiger Schließungsgrund. Erst brauchten wir vor allem große Testkapazitäten. Jetzt versuchen wir, die schwarzen Schafe rauszufiltern.“

Razzia in Neukölln: Zwei Corona-Teststellen dicht!

Zoll und Polizei stehen in der Karl-Marx-Straße Ecke Emser Straße um ein Zentrum in einer Sportsbar zu kontrollieren (Foto: Sven Meissner)

Corona-Testzentren sorgen seit einigen Tagen für Wirbel. Die Zulassungen wurden großzügig verteilt, eine Überprüfung der Qualität und der Abrechnungen erfolgte faktisch nicht.

Eine mangelnde Kontrolle dürfte Tür und Tor für Abrechnungsbetrug bieten. Stichproben hatten unter anderem an einer Teststelle in Köln ergeben, dass statt 70 tatsächlich entnommener Proben fast 1000 abgerechnet worden seien.

Der Bund übernimmt die Kosten für mindestens einen Schnelltest pro Bürger und Woche. Die Teststellen erhalten dafür 18 Euro pro Test.

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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