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Prozesse: Bewährungsstrafe gegen Ex-Chef der Berliner Treberhilfe gefordert

Prozesse: Bewährungsstrafe gegen Ex-Chef der Berliner Treberhilfe gefordert

Harald Ehlert.

Montag, 21.07.2014, 21:43

Im Prozess um Steuerhinterziehung gegen den ehemaligen Chef der Berliner Treberhilfe, Harald Ehlert, hat die Staatsanwaltschaft eine Strafe von 14 Monaten Haft auf Bewährung gefordert.

Er habe gegenüber dem Finanzamt falsche Angaben über einen 140 000 Euro teuren Maserati gemacht, der als Dienstfahrzeug angeschafft wurde, sage der Ankläger am Montag vor dem Berliner Landgericht. Das Nobelfahrzeug sei auch privat genutzt worden. Wäre das bekannt gewesen, hätte die Treberhilfe den Status der Gemeinnützigkeit verloren, stand für den Ankläger fest. Der Verteidiger soll am Mittwoch plädieren. Wegen der mutmaßlichen Täuschung wurden laut Anklage Gewerbe- und Körperschaftssteuern in Höhe von rund 568 000 Euro vom Finanzamt nicht eingefordert. Ehlert als damaliger Geschäftsführer hatte den Vorwurf bestritten. In dem elfmonatigen Prozess hatte er versucht, jede einzelne Fahrt mit dienstlichen Bezügen zu belegen. Vor knapp zwei Monaten meldete er sich krank. Nach dieser Pause entschied das Gericht nun, dass der Prozess ohne den Angeklagten fortgesetzt werden kann. Er sei nicht mehr zu krank für eine Verhandlung.

Der 52-jährige Sozialunternehmer war im Jahr 2010 durch die sogenannte Maserati-Affäre in die Schlagzeilen geraten. Der Mann, der als Chef einer gemeinnützigen Organisation ein Luxusauto als Dienstwagen nutzte, sorgte auch wegen seines üppigen Einkommens für Diskussionen. Der Ankläger sagte, neben der Privatnutzung des Maserati habe Ehlert dem Finanzamt auch verschwiegen, dass ein weiterer Wagen als „Winterfahrzeug“ angeschafft worden war.

Eine Quelle: www.focus.de

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