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Parkplätze für Außengastronomie

Parkplätze für Außengastronomie

Stephan von Dassel (54, Grüne), Bürgermeister von Mitte
Foto: picture alliance/dpa

Einmal die Woche schreiben in der B.Z. Berlins Bezirksbürgermeister über Dinge, die sie bewegen. Heute ist mal wieder Stephan von Dassel (54, Grüne), Bürgermeister von Mitte, an der Reihe.

Von Stefan von Dassel

Und, haben Sie es schon getan? Angesichts der rückläufigen Corona-Infektionszahlen ist es ja in Berlin endlich wieder möglich – wenn auch vorerst nur unter Auflagen – einen der klassischen Biergärten oder die Außenbereiche von Kneipen und Restaurants zu besuchen.

„Außengastronomie“ heißt das neue Zauberwort, das leidgeprüften Gastronomen und ihren Gästen zwar nicht alle Sorgen auf einmal nehmen kann, das aber für alle immerhin ein Signal der Zuversicht ist.

Allerdings haben nicht alle Wirtinnen und Wirte die Möglichkeit, mit einem Freiluftangebot alle ihre Umsatzeinbußen auszugleichen. Deshalb ist es richtig, ihnen jetzt ein besonderes, zeitlich befristetes Angebot zu machen. Sie erhalten die Möglichkeit, Parkplätze vor ihren Lokalen so zu gestalten, dass dort Gäste im Freien bewirtet werden können.

Das kann natürlich nur genehmigt werden, wenn die Sicherheit gewährleistet ist. Deswegen hat das Bezirksamt Mitte ein Verfahren beschlossen, mit dem diese Umwandlung von Parkplätzen in zusätzliche Flächen für die Gastronomie zwar ermöglicht wird, das aber unterscheidet zwischen Spielstraßen, Tempo-30-Zonen und Tempo-50-Zonen und die Sicherheitsanforderungen entsprechend unterschiedlich definiert.

Ohne das nötige Verwaltungsverfahren lässt sich dies aber leider nicht umsetzen. Wegen des hohen Aufwands empfiehlt sich die Antragsstellung auf Vorrat oder Verdacht also eher nicht – wer aber als Gastronom entschlossen ist, diese neue Möglichkeit zu testen, der soll dies bitte in die Wege leiten! Parallel dazu verhält sich das Bezirksamt Mitte weiterhin kulant bei der Ausweitung der Schankvorgärten auf Gehwegen – solange niemand davon behindert wird.

Diese Wieder-Eröffnung hat übrigens einen weiteren Nebeneffekt: Es gibt es nun noch weniger Gründe, Einwegverpackungen mit in die Grünanlagen zu nehmen und sie dort einfach achtlos wegzuwerfen.

Leider muss man ja die Sorge haben, dass auch das Umwelt- und Müllbewusstsein vieler Menschen vom Corona-Virus infiziert worden ist. Ich wünsche mir sehr, dass sich das wie alles andere schnell und dauerhaft kurieren lässt!

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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