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Pakete in Nicht-EU-Länder brauchen länger und sind teurer

Pakete in Nicht-EU-Länder brauchen länger und sind teurer

Durch die Corona-Krise brauchen Pakete in Nicht-EU-Länder länger und sind teurer
Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentral

Nicht nur hierzulande stoßen Paketdienste an ihre Grenzen. Weltweit ist der Transport eingeschränkt, Pakete brauchen mitunter gefühlt eine Ewigkeit bis zu ihrem Zielort. Was tun?

Erhöhtes Lieferaufkommen, begrenzte Transportmöglichkeiten und lokale Einschränkungen: Die Corona-Krise stellt Paketdienstleister weltweit vor große Herausforderungen. Wer ein Paket außerhalb Europas verschickt, muss dafür teils tief in die Tasche greifen.

Und nicht nur das: Je nach Land muss mit erheblichen Verzögerungen bis zur Zustellung gerechnet werden, stellenweise ist diese wegen der Pandemie sogar komplett ausgesetzt.

Wer beispielsweise über die Deutsche Post DHL ein Paket verschicken möchte, kann sich über eine fortlaufend aktualisierte Liste informieren, in welche Länder ein Versand zur Zeit problemlos, unter Einschränkungen oder auch gar nicht möglich ist – wie etwa nach Bolivien oder Honduras.

Standardversand versus Premiumversand

In die USA beispielsweise versendet DHL wegen der Corona-bedingten Transporteinschränkungen Päckchen und Pakete zum Standardpreis bis auf weiteres nur über den Seeweg. Dies kann dabei länger als 30 Tage dauern. Für Ziele im Westen des Landes oder in abgelegenen Regionen könne die Laufzeit sogar deutlich darüber liegen, schreibt DHL auf seiner Webseite.

Für den Standardversand und für unversicherte Päckchen ist zudem eine Frankierung nur online und nicht in der Filiale möglich. Wer aber möchte, dass sein Paket bei der Verwandtschaft in die USA schneller ankommt, hat als Alternative die Möglichkeit des Premiumversands.

Diese sogenannten Express- und Premiumzuschläge sind in der Regel schneller, kosten aber auch entsprechend mehr.

► Bei einem Paket mit bis zu 5 Kilogramm Gewicht und einem Versandpreis von 36,99 Euro kostet der Premiumaufschlag bei DHL 16 Euro. Für ein 20-Kilo-Paket kommen bei einem Versandpreis von 75,99 Euro sogar 66 Euro dazu.

► Etwas günstiger im Vergleich sind die Preise des Paketdienstes Hermes, welcher den internationalen Versand über das Tochterunternehmen Borderguru abwickelt: dort kostet ein Paket mit fünf Kilogramm Gewicht in die USA 49,99 Euro, die 15-Kilo-Variante schlägt mit 129,99 Euro zu Buche. Die Lieferzeiten werden dafür recht kurz mit 7 bis 12 Tage angegeben.

► Die Preise von UPS bewegen sich dazwischen, variieren aber je nach Liefergeschwindigkeit. Ein Preisvergleich kann sich hier lohnen.

Haftung nur bei Expresslieferungen

Was aber, wenn der Versand nun doch länger dauert und das Paket gefühlt irgendwo hängengeblieben ist? Paketdienstleister geben in ihren Geschäftsbedingungen gewisse Lieferzeiten für die Zustellung der Pakete an, schreibt dazu die Verbraucherzentrale auf ihrer Seite post-aerger.de. Dabei handele es sich jedoch nur um regelmäßige Lieferzeiten und nicht um garantierte Zustellungsdaten.

So habe der Absender keinen Anspruch auf Lieferung innerhalb eines bestimmten Zeitraums, ein Termin wird in der Regel nur bei sogenannten zusätzlich kostenpflichtigen Expresslieferungen garantiert. Nur in diesen Fällen käme eine Haftung des Paketdienstleisters in Frage, so die Verbraucherschützer.

Probleme mit der Sendungsverfolgung

DHL bittet auf seiner Seite, von Anfragen zum Sendungsverbleib abzusehen, bis sich die allgemeine Pandemie-Situation etwas entschärft hat. Hier hilft nur Geduld.

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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