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Pädagogenverband: Regelbetrieb an Brandenburger Schulen ein Risiko

Pädagogenverband: Regelbetrieb an Brandenburger Schulen ein Risiko

An Grundschulen in Brandenburg wird seit Montag wieder im Normalbetrieb unterrichtet
Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Patrick Pleul

Aus Sicht des Pädagogenverbands Brandenburg ist die Öffnung der Schulen für den Regelbetrieb ein Risiko.

„Die Lehrer sind noch nicht durchgeimpft und riskieren ihre Gesundheit und die Schüler auch“, sagte Verbandspräsident Hartmut Stäker am Montag der Deutschen Presse-Agenur. Die Auswirkungen seien noch nicht absehbar, er bleibe aber skeptisch, sagte Stäker.

Es sei zu befürchten, dass die Infektionszahlen erneut nach oben gehen. „Ich hätte mir gewünscht, dass es bliebe, wie es war mit dem Wechselunterricht – so wie in Berlin auch.“

In fast ganz Brandenburg hat am Montag der Normalbetrieb in den Grundschulen wieder begonnen. Die weiterführenden Schulen sollen am 7. Juni folgen. In Berlin soll es dagegen bis zu den Sommerferien beim Wechselunterricht bleiben.

Für die weiterführenden Schulen sei es genau das gleiche: „Wir haben da auch 30 Schüler im Gymnasium auf engsten Raum“, so der Verbandspräsident. Die Lehrer hätten vielleicht eine Impfung, in seltenen Fälle alle beide. „Das ist ein Risiko. Das ist wie mit 100 durch die Kurve.“

Die Landesregierung habe es aber so beschlossen. „Dann ist es deren Risiko“, sagte Stäker. „Wir werden sehen, was dabei rauskommt.“

Landeselternrat begrüßt Schulöffnung

Die Zeit bis zu den Sommerferien muss nach Einschätzung des Landeselternrats genutzt werden, um Lerndefizite möglichst schnell aufzuholen. „Der Fokus muss auf Wissensvermittlung liegen“, sagte Landeselternrats-Sprecher René Mertens am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Die Entscheidung, den Wechselunterricht zu beenden, sei richtig gewesen.

„Gerade die Grundschüler haben es ganz nötig, dass sie wieder ihre sozialen Kontakte und auch den Unterricht bekommen“, sagte Mertens. „Da ist uns so viel verloren gegangen. Wir haben als Eltern um jeden Tag Schule gekämpft.“

Zunächst müsse nun geguckt werden, wo die einzelnen Lerngruppen stehen, sagte Mertens. Das Ziel müsse sein, sie wieder auf ein Level zu bringen.

Dass die weiterführenden Schulen erst in der kommenden Woche vollständig zum Präsenzunterricht zurückkehren, findet Mertens nicht einleuchtend: „Man hätte damit auch schon in dieser Woche starten können.“

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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