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Nach dem Tod seiner Aurora (11) im Zoo schreit Darius (14) vor Trauer

Nach dem Tod seiner Aurora (11) im Zoo schreit Darius (14) vor Trauer

Im Frühjahr 2020 zogen die Großkatzen Darius und Aurora in den Zoo. Sie war da schon sehr krank
Foto: Olaf Wagner

Wenn Tiger trauern, ist das sehr, sehr laut: Vor gut drei Monaten endete eine der schönsten Zoo-Liebesgeschichten – mit dem Tod. Amur-Tigerin Aurora (11) musste am 19. November eingeschläfert werden. Seitdem ist Tigermann Darius (14) allein und nicht ein Tag ist vergangen, an dem er nicht seinen Verlust beweint, nach seiner Liebsten ruft.

Zehn Jahre lebten die beiden Tiger zusammen. Im Tierpark Berlin fühlten sie sich wohl, schenkten den Besuchern fünf Babys. Der erste Wurf – Drillinge – 2014. Zwei Jungtiere starben. Katzenmädchen Alisha zog nach England.

Ein Jahr später dann Vierlinge für Aurora und Darius. Inzwischen leben die Raubkatzen in England, Japan und Hannover. Im Frühjahr 2020 zog das Amur-Tiger-Paar (auch Sibirische Tiger) auf die neue Raubtieranlage im Zoo Berlin. Doch da war Aurora schon sehr, sehr krank.

„Sie litt an einer offenbar chronischen Stoffwechselstörung und wir konnten keine positive Prognose geben“, so Zoo-Sprecherin Philine Hachmeister zur B.Z.

Und seitdem scheint der stolze Darius wie ausgewechselt. Er weint und schreit. Manchmal so laut und oft, dass Zoo-Besucher sich bei den Reviertierpflegern erkundigen, ob er Schmerzen haben könnte.

Höchstens am Herz! Hachmeister: „Wir beobachten, dass Darius sehr viel häufiger ruft oder maunzt als vor Auroras Tod. Oft tut er dies in Abständen von etwa einer halben Stunde und dann bis zu zwei Minuten am Stück.“

Es käme vor, dass Tiere zumindest unterbewusst etwas vermissen – auch einen Lebenspartner, wenn sie sich lange an ihn gewöhnt haben.

Ob ein neues Weibchen den Tiger in Darius wiederbeleben könnte? Bestimmt. Doch so schnell geht das nicht. „Vorerst wird Darius keine neue Partnerin mehr bekommen, eine Vergesellschaftung ist bei Großkatzen nicht so einfach“, so Hachmeister.

Also wird er erst einmal ein einsamer Einzelgänger bleiben. Und weiter weinen. 

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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