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Nach dem Grubendesaster – Bauherr weist Baupfusch-Vorwürfe zurück

Nach dem Grubendesaster – Bauherr weist Baupfusch-Vorwürfe zurück

Weil in der Baugrube an der Pohlestraße das Wasser steht, gilt das benachbarte Wohnhaus als einsturzgefährdet
Foto: Christian Lohse

Nach dem Gruben-Desaster an der Pohlestraße greift der Grundstückseigentümer das Bezirksamt Köpenick an

Immer noch warten viele Bewohner der Pohlestraße darauf, wieder ihre Wohnungen beziehen zu dürfen. Seit vergangenen Sonntag müssen sie bei Familie und Freunden oder im Hotel ausharren. Doch wer hat Schuld an der Baukatastrophe von Köpenick?

Am Donnerstag nahm Stefan Schepers, Bauherr und Eigentümer des Grundstückes, Stellung zu der Situation in der Pohlestraße. Er behauptet: „Es war kein Baupfusch!“

Nach dem Grubendesaster – Bauherr weist Baupfusch-Vorwürfe zurück

Die Risse in der Fassade sind nicht zu übersehen (Foto: Olaf Wagner)

Er bestätigt zwar, dass es zur ersten Überflutung der Grube schon im November 2020 kam, aber er widerspricht des Aussage des Bezirksamtes, dass ein für die Baustelle nicht zugelassenes Kettenfahrzeug einen Hydranten beschädigte.

Schepers zufolge soll der Hydrant so marode gewesen sein, dass er „ohne Fremdeinwirkung“ von selbst platzte. Eine Falschaussage sei auch, dass das eingedrungene Wasser die Ursache für die Gefährdung des Nachbarhauses sei. „Sowohl das Wasser aus dem Hydranten als auch das Grundwasser habe nichts mit dem Vorfall am 31. Januar zu tun“, so Schepers.

Nach dem Grubendesaster – Bauherr weist Baupfusch-Vorwürfe zurück

Die Anwohner mussten schnell ihre Wohnungen verlassen (Foto: Spreepicture)

Das Auftreten von Grundwasser in Baugruben sei in Berlin häufig. Viel mehr sei menschliches Versagen der Bauleitung der Grund. Vermutlich hätten Bauarbeiter die Bretter, die zur Stützung des Nachbarhauses dienten, ohne Anweisung entfernt. Dadurch sie eine Menge an Erde und Sand unter dem Haus abgerutscht. So sei zu den Rissen und der regelrechten Verkeilung des Hauses gekommen.

Er kritisiert das Verhalten des Bezirksbürgermeisters Oliver Igel und des THW, die sich seiner Meinung nach in der Einsatznacht nicht die Mühe machten, die wahre Ursache zu suchen und viel zu spektakuläre Maßnahmen eingeleitet hätten. „Es bestand zu keiner Zeit eine akute Einsturzgefahr!“

Die Bauherrenschaft habe noch in der Nacht ein Schadenteam geschickt, das durch einfache Aufschüttung von Erde das Haus wieder stabilisiert hätte.

Nach dem Grubendesaster – Bauherr weist Baupfusch-Vorwürfe zurück

Bezirksbürgermeister Oliver Igel (42, SPD) am Unglücksort (Foto: Olaf Wagner)

Außerdem hätte Igel in vielen Punkten gelogen.

Es hätte weder die erwähnten stichprobenartigen Prüfungen der Baustelle durch das Bauamt gegeben, noch habe ihnen bis zum 31. Januar eine Anordnung vorgelegen, die die Grube zu verfüllen.

Nach dem Grubendesaster – Bauherr weist Baupfusch-Vorwürfe zurück

Mieterin Cornelia Sch. (56) durfte schon wieder zurück in ihre Wohnung, andere warten noch darauf (Foto: Timo Beurich)

Wie reagiert der Bürgermeister?

Gegenüber der B.Z. sagte Igel, die Umweltverwaltung habe am 6. Januar verfügt, die Baugrube zu verfüllen. Darüber hinaus hätten Fachkräfte des THW bestätigt, dass eine akute Einsturzgefahr besteht. 

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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