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„Mohrenrondell“ in Potsdam wird wieder „Erstes Rondell“

„Mohrenrondell“ in Potsdam wird wieder „Erstes Rondell“

Die Büsten des Ersten Rondells im Park von Sanssouci wurden aus schwarzem, polierfähigem Kalkstein und weißem Marmor gefertigt
Foto: picture-alliance / ZB

Die seit den 1960er Jahren als „Mohrenrondell“ bezeichnete Anlage im Potsdamer Park Sanssouci erhält den in historischen Beschreibungen überlieferten Namen „Erstes Rondell“ zurück. Die Umbenennung sei ein erstes Ergebnis der Auseinandersetzung innerhalb der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) mit den Folgen des Kolonialismus, teilte die Stiftung am Freitag in Potsdam mit.

Überschrieben war die Pressemitteilung mit „Notwendige Korrektur“. „Mohr“ ist eine herablassende, rassistische Bezeichnung für Schwarze Menschen aus der Kolonialzeit. Auch viele Menschen in Berlin protestierten bereits gegen die Fremdbezeichnung, vor allem im Zusammenhang mit der „Mohrenstraße“ und der gleichnamigen U-Bahnstation in Berlin-Mitte.

Infotafel zu Geschichte des Rondells

In Potsdam führe eine neue Informationstafel künftig in die Geschichte des Rondells und seines Skulpturenprogramms ein. Mittels QR-Code werde darüber hinaus auf einer neu eingerichteten Themenseite der Homepage ein grundlegender Beitrag über die auf hohen Postamenten aufgestellten Bildnisbüsten afrikanischer Frauen und Männer sowie der römischen Kaiser Titus Vespasianus und Marc Aurel abrufbar sein. 

Bei einem Vororttermin am 14. Mai sollen die Informationstafel sowie die Arbeit der Steuerungsgruppe Koloniale Kontexte vorgestellt werden.

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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