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Mit Corona-Testpflicht läuft GAR NICHTS MEHR in Berlins Geschäften

Mit Corona-Testpflicht läuft GAR NICHTS MEHR in Berlins Geschäften

Das Gartencenter „Der Holländer“ ist seit 37 Jahren fester Bestandteil der Hauptstadt und auf den Frühlingsverkauf angewiesen
Foto: Christian Lohse

Wer in den letzten Tagen in Berlin mal einen Blick in die Schaufenster geworfen hat, wird oft vor allem eines gesehen haben: kaum einen Kunden …

Von Leonie Rossow und Carlotta Vorbrüggen

Theoretisch könnten alle Hauptstädter wieder in Boutiquen und Elektromärkten bummeln gehen. Doch wegen der Corona-Testpflicht tut das die wenigsten!

Mit Corona-Testpflicht läuft GAR NICHTS MEHR in Berlins Geschäften

Christiane Oryival (51) ist Inhaberin des „Mjot“ an der Friesenstraße. Sie vertreibt Kinderbekleidung und Accessoires: „Ich habe vier Nächte zu Hause gesessen und recherchiert, was ich als Ladenbesitzerin eigentlich darf bzw. muss. Ich habe eigentlich einen sehr gut laufenden Laden in einer tollen Lage. Aber diese Regeln kriegen auch solch ein Geschäft kaputt. Da meine Mitarbeiterinnen selbst Kinder haben, stehe ich oft allein im Geschäft. Der Kundenstrom hält sich in Grenzen. Aber so komme ich wenigstens auf Plus-Minus-Null und rutsche nicht ins Minus“ (Foto: Ralf Günther)

„In den ersten Tagen hatten wir eine Frequenz in den Geschäften zwischen zwei und zehn Prozent“, so Nils Busch-Petersen, Chef des Berliner Handelsverbandes. „Da können wir auch gleich zu machen.“

Zwar hatte das Verwaltungsgericht die Verordnung des Senats gekippt, wonach nur ein Kunde pro 40 Quadratmeter shoppen kann. Die umstrittene Testpflicht beanstandeten die Richter aber nicht.

Mit Corona-Testpflicht läuft GAR NICHTS MEHR in Berlins Geschäften

Claudia Mann (62) ist Besitzerin des Kerzenladens „Feuer & Flamme“ in Prenzlauer Berg: „Das Corona-Jahr war schon schwer genug. Durch meine Kerzenwerkstatt hatte ich früher immer eine Vielzahl von Geburtstagen oder Schulklassen, die ihre eigenen Kerzen gestalten konnten. Mit der eingeführten Testpflicht kommt fast gar kein Kunde mehr. Ab und an habe ich Kerzenbestellungen. Über das Telefon probieren wir dann, den individuellen Wünschen der Kunden gerecht zu werden. Davon kann ich aber noch lange nicht die Miete zahlen. Zum Schauen in den Laden kommt wegen der Testpflicht niemand mehr. Oft frage ich mich, warum ich hier überhaupt noch sitze“ (Foto: Ralf Günther)

„Gäbe es genug Testkapazitäten, wäre die neue Verordnung machbar“, so Busch-Petersen. „Doch im Moment ist es noch zu schwer, an einen Corona-Test zu kommen.“ Bei langen Wartezeiten vor einem der 230 Testzentren würde viele schnell die Geduld verlieren und den Einkauf sein lassen.

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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