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Künftige Galerie-Chefin: Von elitärem Ansatz verabschieden

Die neue Direktorin der Gemäldegalerie Berlin, Dagmar Hirschfelder, will das Museum mit seiner international renommierten Sammlung breiter aufstellen. «Wir müssen neue Outreach-Strategien entwickeln, um größere gesellschaftliche Gruppen zu erreichen», sagte die Kunsthistorikerin dem Berliner «Tagesspiegel» am Donnerstag. «Wir sollten uns von dem elitären Ansatz verabschieden, dass Museen nur für das Bildungsbürgertum interessant sein können.»

Künftige Galerie-Chefin: Von elitärem Ansatz verabschieden

© dpa

Die Direktorin der Berliner Gemäldegalerie Dagmar Hirschfelder.

Es sei wichtig, die sozialen Medien stärker in den Museumsalltag zu integrieren und spielerischer zu werden. «Ich möchte zu mehr Experimentierfreude in der Museumsarbeit anregen, hier können wir uns mehr zutrauen», sagte die 48-Jährige.

Hirschfelder sprach etwa von einem partizipativen Ansatz. «Wie kann ich bestimmte Gruppen, zum Beispiel Jugendliche oder Geflüchtete, dazu animieren, mit uns aktiv zu werden?», fragte sie. «Wie wäre es etwa, eine weniger museumsaffine Gruppe mit den Sammlungsbeständen einen Ausstellungsraum gestalten zu lassen?»

Gleichzeitig müsse die Gemäldegalerie als Global Player in der Museumslandschaft sichtbarer werden. «Hinsichtlich ihrer herausragenden Sammlung ist sie vergleichbar mit den Museen in London, New York und Amsterdam. Diese Position sollte sowohl in der Stadtgesellschaft als auch überregional und international deutlicher vermittelt werden.»

Hirschfelder, seit 2017 Leiterin der Abteilung «Gemälde und Graphik» am Kurpfälzischen Museum Heidelberg, war im Juni zur Nachfolgerin des bisher verantwortlichen Michael Eissenhauer bestimmt worden. Die Spezialistin für nordalpine Malerei des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit will die neue Aufgabe etwa zum Jahreswechsel antreten.

Die Gemäldegalerie zählt international zu den bedeutendsten Sammlungen europäischer Malerei vom 13. bis zum 18. Jahrhundert. Sie umfasst bekannte Werke aus allen kunsthistorischen Epochen, darunter Gemälde etwa von Jan van Eyck, Pieter Bruegel, Albrecht Dürer, Raffael, Tizian, Caravaggio, Peter Paul Rubens, Rembrandt oder Jan Vermeer van Delft.

Eine Quelle: www.berlin.de

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