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Kannibalen-Prozess in BerlinVerteidigung zweifelt „Sachkunde“ von Tsokos an

Kannibalen-Prozess in BerlinVerteidigung zweifelt „Sachkunde“ von Tsokos an

Stefan R. steht vor Gericht, weil er Stefan T. (kleines Foto) getötet haben soll

Foto: Olaf Wagner, Polizei Berlin Teilen Twittern SendenVon: Anne Losensky 12.11.2021 – 18:51 Uhr

Berlin – Der sogenannte „Kannibale von Pankow“ legt sich mit Deutschlands berühmtestem Rechtsmediziner an: Er zweifelt die Sachkunde von Professor Michael Tsokos (54) an!

Der deutschlandweit bekannte Chef der Charité-Rechtsmedizin muss deshalb am Dienstag noch einmal vor Gericht erscheinen. „Um sich mit diesen Vorwürfen auseinanderzusetzen“, so Richter Matthias Schertz.

Kannibalen-Prozess in BerlinVerteidigung zweifelt „Sachkunde“ von Tsokos an

Michael Tsokos (54), Chef der Charité-Rechtsmediziner

Foto: Yunck

Die Staatsanwaltschaft wirft Lehrer Stefan R. (41) aus Pankow Sexualmord aus niedrigen Beweggründen vor. Er soll am 6. September 2020 den Hochleitungsbau-Monteur Stefan T. (44) aus Lichtenberg getötet haben.

Am 8. November 2020 fanden Spaziergänger im Buchholzer Graben/Ecke Schönerlinder Straße einen männlichen Oberschenkelknochen ohne Gewebe. Der Torso des Monteurs wurde am 23. November 2020 in einer Pankower Grünanlage gefunden. Mantrailer-Hunde führten zu der Wohnung des Lehrers für Mathematik und Chemie an einer Pankower Sekundarschule.

Kannibalen-Prozess in BerlinVerteidigung zweifelt „Sachkunde“ von Tsokos an

Der Angeklagte Stefan R. mit seinen beiden Verteidigerinnen

Foto: Olaf Wagner

Seit 18. November 2020 sitzt er in Untersuchungshaft. Ihm droht lebenslange Haft. Seit 10. August 2021 läuft am Landgericht der Mordprozess.

► Am 9. November sagte Prof. Tsokos aus. Er hat schon viele Bücher geschrieben (u.a. „Zerschunden“, „Zersetzt“, „Zerrissen“, „Zerbrochen“, „Die Klaviatur des Todes“). Sein Fazit im Fall des mutmaßlichen Kannibalen: „Wahrscheinliche Todesursache war ein massiver Blutverlust.“ Was für eine Verletzung großer Blutgefäße (Hals- oder Beckenschlagader) zu Lebzeiten spricht.

Der Lehrer behauptet dagegen, er habe seinen Sexpartner morgens reglos auf der Couch gefunden, lediglich die Leiche zerteilt und entsorgt.

Eine Quelle: www.bild.de

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