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Kalayci will frühere Impfungen für Lehrkräfte

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) unterstützt die Forderung, dass unter anderem Lehrerinnen und Lehrer früher als bisher vorgesehen eine Corona-Schutzimpfung bekommen.

Kalayci will frühere Impfungen für Lehrkräfte

© dpa

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD).

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte dem «Tagesspiegel» gesagt, es müsse geprüft werden, welche Gruppen als nächstes mit dem Impfstoff von Astrazeneca geimpft werden könnten, um seine Nutzung sicherzustellen. Müller hatte dafür Lehrkräfte, Erzieher, Polizei und Feuerwehr vorgeschlagen. «Wir werden das, was der Regierende Bürgermeister angekündigt hat, auch in Berlin entsprechend umsetzen», sagte Kalayci am 19. Februar 2021.

Hintergrund ist die Diskussion um eine zurückhaltende Nutzung des Astrazeneca-Impfstoffs, der in Deutschland bisher nur bis zum Alter von 65 Jahren gespritzt wird. Die Vorbehalte gegen das Präparat sind aus Sicht von Wissenschaftlern unbegründet. Kalayci wies darauf hin, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Impfverordnung des Bundes entsprechend anpassen müsste, damit Mitarbeiter des Bildungsbereichs in der Impfreihenfolge vorgezogen werden könnten. Berlin bereite sich darauf vor.

Nach der Impfverordnung sollen zuerst über 80-Jährige, Pflegeheimbewohner und Pflegekräfte sowie medizinisches Personal mit erhöhtem Corona-Ansteckungsrisiko geimpft werden. Lehrerinen und Lehrer wären in der Reihenfolge der zu impfenden Gruppen erst deutlich später dran. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat inzwischen in einem Schreiben an Spahn vom Donnerstag darum gebeten zu prüfen, ob Lehrer und Erzieher bereits jetzt mit dem Astrazeneca-Präparat geimpft werden könnten.

Kalayci betonte, sie halte Astrazeneca für einen guten Impfstoff. Vonseiten der Krankenhäuser sei ihr signalisiert worden, dass die Nachfrage nach Impfungen damit durchaus da sei. «Bei den niedergelassenen Ärzten müssen wir tatsächlich noch ein paar Tage gucken, ob die Nachfrage kommt.»

Eine Quelle: www.berlin.de

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