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Japans Rekord-Sportlerin Hashimoto neue Olympia-Organisationschefin

Japans Rekord-Sportlerin Hashimoto neue Olympia-Organisationschefin

Fünf Monate vor Beginn der Olympischen Spiele in Tokio, übernimmt Seiko Hashimoto den höchsten Posten als OK-Chefin
Foto: picture alliance / ASSOCIATED PR

Fünf Monate vor den Sommerspielen einigen sich Japans Olympia-Macher auf eine Frau als neue Organisationschefin. Seiko Hashimoto übernimmt den Posten ihres 83 Jahre alten Vorgängers, der wegen sexistischer Äußerungen gehen musste. Kann sie für mehr Gleichberechtigung sorgen?

Japans bisherige Olympia-Ministerin Seiko Hashimoto ist neue Organisationschefin für die Sommerspiele in Tokio. Das Organisationskomitee berief die 56 Jahre alte bisherige Olympia-Ministerin am Donnerstag offiziell zur Nachfolgerin des wegen abfälliger Äußerungen über Frauen kürzlich zurückgetretenen Organisationschefs Yoshiro Mori (83). Die frühere Eisschnellläuferin und siebenfache Olympia-Teilnehmerin gehört der konservativen Liberaldemokratischen Partei (LDP) von Ministerpräsident Suga an.

Japans Rekord-Sportlerin Hashimoto neue Olympia-Organisationschefin

Der zurückgetretene japanische OK-Chef Yoshiro Mori und seine Nachfolgerin Seiko Hashimoto (Archiv) (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PR)

Sie war am Donnerstag von ihrem Ministerposten zurückgetreten, damit sie fünf Monate vor den in Tokio geplanten Olympischen Spielen die neue Führungsaufgabe übernehmen kann. Sie erklärte nach ihrer Berufung, sich für eine stärkere Gleichstellung der Geschlechter im OK einzusetzen. Im Ranking des Weltwirtschaftsforums zur Gleichberechtigung liegt Japan nur auf Platz 121 von 153. Effektive Maßnahmen zum Schutz gegen das Coronavirus seien die „wichtigste Aufgabe“, sagte Hashimoto und versprach „sichere“ Spiele im Sommer.

Japans Rekord-Sportlerin Hashimoto neue Olympia-Organisationschefin

Der japanische OK-Chef Yoshiro Mori hat mit frauenfeindlichen Sprüchen für Aufregung gesorgt. Sein Rücktritt wird erwartet. Für die Olympischen Spiele in Tokio im Sommer ein großer Rückschlag (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PR)

Ihr Vorgänger Mori, der früher Ministerpräsident gewesen war, hatte bei einer Online-Vorstandssitzung des Organisationskomitees gesagt, dass sich Sitzungen mit Frauen in die Länge zögen, weil die miteinander konkurrierenden Frauen alle reden wollten. Daraufhin war in Japan und auch international ein Sturm der Entrüstung entbrannt. Die Sommerspiele waren wegen Corona um ein Jahr verschoben worden und sollen nun am 23. Juli eröffnet werden.

Japans Rekord-Sportlerin Hashimoto neue Olympia-Organisationschefin

Der japanische OK-Chef Yoshiro Mori hat mit frauenfeindlichen Sprüchen für Aufregung gesorgt (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PR)

Von 1984 bis 1996 nahm die Athletin an sieben Olympischen Spielen teil, ein Rekord für japanische Sportlerinnen. Viermal trat Hashimoto als Eisschnellläuferin an und gewann 1992 in Albertville die Bronzemedaille über 1500 Meter. Dreimal kämpfte sie als Radfahrerin bei den Olympischen Sommerspielen vergeblich um eine Medaille.

Als Vorstandsmitglied im Organisationskomitee half sie mit, dass Tokio den Zuschlag für die Olympischen Spiele erhielt. Sie führte die japanische Delegation bei den Spielen 2016 in Rio de Janeiro an.

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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