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Irrer Streit um Stromschläge am BER – Gewerkschaft fordert Schließung

Irrer Streit um Stromschläge am BER – Gewerkschaft fordert Schließung

Stromschlag an der BER-Sicherheitskontrolle – mehrere Mitarbeiter beklagen, dass sie an den Handgepäck-Röntenanlagen mächtig eine gewischt bekommen haben
Foto: DAVIDS/Sven Darmer

Immer wieder knallt es am neuen Hauptstadt-Flughafen BER. Jedes Mal, wenn einer der Sicherheitsmitarbeiter an der Sicherheitsschleuse einen Stromschlag bekommt. Jetzt fordert die Gewerkschaft Verdi: Macht das Terminal 1 dicht!

Seit Mitte Dezember bekommen die Mitarbeiter immer wieder einen gewischt. Verdi spricht von mehr als 60 Fällen, alleine elf davon am 6. Januar, von denen vier von Rettungssanitätern behandelt wurden.

„Als Gewerkschaft fordern wir, die Arbeiten an den betroffenen Geräten sofort und solange einzustellen, bis die technische Ursache für die Arbeitsunfälle gefunden und zweifelsfrei abgestellt ist“, sagt der zuständige Verdi-Landesbezirksfachbereichsleiter Benjamin Roscher.

„Das Verhalten des Unternehmens und der Bundespolizei ist grob fahrlässig. Mit dem alten Schönefelder Flughafen stünden reichlich Ausweichkapazitäten zur Verfügung.

Auch Stefanie K.* erwischte es letzte Woche. „Ich habe vorne als Aufleger gearbeitet, die Gäste begrüßt und darauf geachtet, dass jeder Fluggast sein Handgepäck aufs Band legt“, sagt sie. Dabei berührte sie kurz eine Kunststoffkiste. „In dem Augenblick bekam ich einen gefeuert.“

Es hätte einen lauten Knall gegeben, ihr Arm schmerze bis heute. „Ich wurde ins Krankenhaus gebracht. Der Arzt meinte, ich sei sein 17. Fall, dem so etwas passiert sei.“

Ähnliches berichtete ihr Kollege Marvin S.* schon vor Wochen. „Die Bundespolizei schickt nach jeder Beschwerde ein Techniker-Team und versucht, der Sache Herr zu werden“, sagt er.

Die Sicherheitsmitarbeiter arbeiten jetzt auf speziellen Matten und wurden mit speziellen Schuhen und Entladungsstiften ausgestattet, damit sie sich erden können. Doch laut den Mitarbeitern hilft die Ausstattung nur wenig. „Nicht vorstellbar, was passiert, wenn ein Kind oder ein Baby einen Schlag bekommt.“

B.Z. hat bei der Bundespolizei nachgefragt. Laut einem Sprecher hat ein Gutachter die Geräte an der Sicherheitsschleuse kontrolliert. „Die Technik funktioniert einwandfrei und ist gut geerdet“, sagt er. „Wir haben während des gesamten Probebetriebes keine dieser Entladungen gehabt.“

Ein Flughafensprecher zur B.Z.: „Die Flughafengesellschaft geht davon aus, dass sich solche Vorfälle durch die Einhaltung entsprechender Verfahren und Vorkehrung bei Durchführung der Sicherheitskontrollen in Zukunft vermeiden lassen. Vor diesem Hintergrund besteht keinerlei Notwendigkeit, die Sicherheitskontrollen am BER Terminal 1 auszusetzen.“

*Name geändert

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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