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In Hamburg sagt man Aufsichtsrat (und nicht tschüss) : Peter John Lee nimmt Abschied vom Posten als Geschäftsführer der Eisbären

Eine Ära geht bei den Eisbären zu Ende: Peter John Lee verabschiedet sich aus dem operativen Geschäft.

In Hamburg sagt man Aufsichtsrat (und nicht tschüss) : Peter John Lee nimmt Abschied vom Posten als Geschäftsführer der Eisbären

Neuer Posten. Peter John Lee.Foto: Christian Thiel/Imago

Mit 65 Jahren, da kann ein Mensch ja schon mal an den Ruhestand denken. Wer allerdings Peter John Lee kennt, der weiß, dass so etwas für den agilen und immer noch sportlichen Kanadier mit britischer Abstammung und deutscher Seele nicht in Frage kommt. Sicher hätte er den Posten als Geschäftsführer des neuen deutschen Eishockeymeisters Eisbären Berlin noch für Jahre ausfüllen können – und das sicher auf höchstem Niveau. Denn in seiner 26 Jahre langen Zeit beim Klub als Spieler, Trainer und Manager erlebten die Eisbären mit nunmehr acht Meistertiteln ihre erfolgreichste Zeit.

Aber nun nimmt Lee als Mann am operativen Geschäft Abschied und wird Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Eisbären. Seinen Posten als Geschäftsführer übernimmt Thomas Bothstedde, bislang „Vice President Business Operations“, er war also im Prinzip schon da, wo Lee jetzt nicht mehr ist.

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Degradierung oder Rochade? Peter John Lee sagt dem „Tagesspiegel“: „Es ist eine neue Aufgabe für mich und das gefällt mir. Jetzt bin ich etwas raus aus dem Tagesgeschäft, aber immer noch da. Wir sind sehr gut aufgestellt bei den Eisbären.“ Und Lee kalauert in seiner typischen Art: „Hoffentlich warten wir nach der Umstrukturierung dann nicht wieder acht Jahre auf den nächsten Meistertitel.“

Das muss nicht sein, wobei das neue Aufgabenfeld des scheidenden Geschäftsführers künftig auch noch klare Konturen bekommen sollte. Das Amt des Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Eisbären wird von Luc Robitaille bekleidet, der ehemalige Eishockeystar sitzt aber im Wesentlichen in Los Angels bei den Kings aus der National Hockey-League (NHL) und ist nur selten in Berlin.

Robitaille ist ein Jugendfreund von Stéphane Richer, Sportdirektor der Eisbären. Richer wiederum versteht sich freundschaftlich gut mit seinem Trainer Serge Aubin, mit dem er schon bei den Hamburger Freezers zusammenarbeitete. In Hamburg war der neue Eisbären-Geschäftsführer Thomas Bothstedde einst in der Kommunikation, dann als Director Business beschäftigt. Böse Zungen haben die Eisbären schon mal als „Berlin Freezers“ verspottet. Aber das ist natürlich ungerecht, schließlich sind die Eisbären mit ihrer „Hamburger“ Führungsriege wieder sehr erfolgreich geworden.

Peter John Lee wird allerdings nach außen hin nicht ganz so einfach zu ersetzen sein, denn er ist ein Gesicht der Eisbären, wenn nicht sogar das Gesicht in den vergangen Jahrzehnten. Von 1995 bis 1997 spielte der einstige Weltklassestürmer – 450 NHL-Einsätze für die Pittsburgh Penguins – noch mit Anfang 40 für die Eisbären.

Als Funktionär blickt er auf eine zwei jahrzehntelange Zeit im Klub zurück. Nun steht Peter John Lee vor der Aufgabe, seinen neuen, bisher leblosen Posten mit Leben zu füllen.

Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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