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Hohenzollern-Streit – Es geht nur ums Geld

Hohenzollern-Streit – Es geht nur ums Geld

Die Hohenzollern drohen mit dem Abzug von Leihgaben aus Museen – dabei gehe es nur ums Geld, meint B.Z. Kultur-Chef Michael Zöllner
Foto: picture alliance / dpa / Christian Lohse (B.Z. Collage)

Georg Friedrich Prinz von Preußen (44) droht Berlin und Brandenburg mit dem Abzug seiner Kunst- und Kulturwerke aus den dortigen Museen. Dazu ein Kommentar von B.Z.-Kultur-Chef Michael Zöllner.

Für den Bürger ist das kaum nachzuvollziehen. Die Nachfahren einer ehemals regierenden Familie, die dieses Land erst in den einen Weltkrieg trieb, und anschließend die Nazis unterstützte, wollen entschädigt werden. Wofür, fragt man sich.

Dennoch: Dass die Hohenzollern den Rechtsweg eingeschlagen haben, kann man ihnen nur moralisch vorwerfen. Und so war es richtig, dass die Bundesregierung versuchte, durch Verhandlungen eine Lösung zu finden.

Lesen Sie dazu auch: Hohenzollern-Streit geht weiter – Preußen-Prinz droht mit Abzug von Kunstschätzen

Doch dieser Punkt ist nun überschritten. Mit der Drohung, gegebenenfalls Werke aus Berliner und Brandenburger Museen abzuziehen, zeigen die Hohenzollern erneut, dass es ihnen wohl nicht um historische Verantwortung, sondern ums Geld geht.

Jetzt sollten Gerichte entscheiden. Öffentlich, transparent und endgültig.

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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