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Hoffnung für die Berliner Bürgerämter!

Hoffnung für die Berliner Bürgerämter!

Im Schnitt ist die Kundenzahl pro Mitarbeiter von sechs bis sieben in der Stunde (Stand: 2019) auf derzeit vier gesunken (Symbolfoto)
Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentral

Mehr Termine in den Bürgerämtern – sind die Bezirke dazu bereit? Ab 16 Uhr müssen die zuständigen Stadträte am Mittwoch in einer Videokonferenz mit der Innenbehörde Farbe bekennen.

Staatssekretärin Sabine Smentek (60, SPD) hat ihnen vorab zehn Vorschläge zum Abbau des Termin-Staus geschickt.

In den 46 Bürgerämtern (fünf geschlossen) konnten die Berliner 2020 nur 1,3 Millionen Termine buchen – 200.000 weniger als im Jahr davor. Dabei stieg die Zahl der Sachbearbeiter sogar auf aktuell 664 (plus 34).

Was sich dringend ändern soll? Die Arbeit muss verdichtet werden!

Im Schnitt ist die Kundenzahl pro Mitarbeiter von sechs bis sieben in der Stunde (Stand: 2019) auf derzeit vier gesunken. Die Spanne in den Bezirken reicht von 3,9 in Lichtenberg bis 5,3 in Reinickendorf. Im Schnitt soll alle zehn Minuten ein Termin gebucht werden können. Geschrumpft werden soll die Zeit für Internes wie Besprechungen (jetzt fünf von 40 Stunden/Woche).

Was die Staatssekretärin noch vorschlägt? Die Öffnungszeiten erweitern! Eigentlich gibt‘s eine Vereinbarung, die mindestens 35 Stunden/Woche festlegt. Smentek will auf 37 Stunden hochschrauben – bei noch mehr, müsste ein Schichtsystem eingeführt werden.

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Samstagsarbeit und bezahlte Überstunden ermöglicht ein 2,5-Millionen-Euro-Topf. Nach Erfahrungen in der Kfz-Zulassungsstelle braucht man dafür aber einen Monat Vorbereitungszeit – und die Personalräte müssen zustimmen.

Absurd: Nicht jeder Bezirk finanziert mit dem Geld für Bürgeramts-Stellen auch tatsächlich dort Mitarbeiter. Neukölln hat 19 Stellen nicht besetzt, Charlottenburg-Wilmersdorf lässt 17 frei. Vorbildlich alle besetzt haben dagegen Marzahn-Hellersdorf, Reinickendorf und Friedrichshain-Kreuzberg.

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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