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Hitze in Berlin und Brandenburg : Waldbrand wütet bei Bötzow – Wasserbetriebe melden neuen Rekord

Mehrere Hektar Wald brennen im Landkreis Oberhavel. In Berlin verzeichnen die Wasserbetriebe unterdessen den höchsten Wasserverbrauch seit 20 Jahren.

Hitze in Berlin und Brandenburg : Waldbrand wütet bei Bötzow – Wasserbetriebe melden neuen Rekord

Eine gut sichtbare Rauchwolke bei Bötzow (Gemeinde Oberkrämer) kündet vom ersten großen Waldbrandereignis des Jahres.Foto: imago images/CHP

Die Waldbrandsaison in Brandenburg erreicht ihren ersten Höhepunkt – die Feuer lodern auf immer größeren Flächen. In Berlin verzeichnen die Wasserbetriebe unterdessen einen neuen Rekord beim Trinkwasserverbrauch.

Bei dem bisher größten Brand seit Beginn der Saison kämpften Feuerwehrleute seit Freitagabend nach Angaben der Regionalleitstelle auf einer Fläche von bis zu zehn Hektar bei Bötzow (Oberhavel) nordwestlich von Berlin gegen die Flammen. Es gebe mehrere Brandstellen, sagte ein Sprecher.

Für die Feuerwehrleute kam bei dem Einsatz eine weitere Gefahr hinzu: Die brennende Fläche ist nach Angaben eines Sprechers der Leitstelle munitionsbelastet. Dies kann etwa Explosionen zur Folge haben. Deshalb unterstützte seit den Mittagsstunden ein Löschhubschrauber der Bundespolizei die Einsatzkräfte beim Löschen von Glutnestern. Die Einsatzkräfte konnten die Fläche nicht betreten.

Am Samstagabend schrieb das Brandenburger Umweltministerium auf Twitter, der Brand bei Bötzow auf bis zu fünf Hektar Fläche sei zur Zeit unter Kontrolle. Rund 40 Kräfte der Brandenburger Feuerwehr seien im Einsatz, ein zweiter Löschhubschrauber sei angefordert worden.

Zudem gab es landesweit einige kleinere Brände, die aber alle gelöscht wurden, wie der Waldbrandbeauftragte des Landes, Raimund Engel, berichtete. Am Freitag hatte es in Niedergörsdorf (Teltow-Fläming) an der Grenze zu Sachen-Anhalt auf drei Hektar gebrannt. Die Restlöscharbeiten zogen sich bis in den Samstag. Mittlerweile sei die Fläche den Waldbesitzern übergeben worden, sagte Engel. Er zeigte sich zufrieden, dass die Waldbrand-Früherkennung funktioniert habe.

Wärmster 19. Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnung

Bis auf drei Kreise galt in Brandenburg am Samstag nach Angaben des Umweltministeriums landesweit die höchste Waldbrand-Gefahrenstufe fünf. In den Landkreisen Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und Teltow-Fläming wurde die zweithöchste Waldbrandwarnstufe ausgerufen. In diesen Gebieten sei die Luftfeuchte durch aufkommende Gewitterfronten höher, erklärte Engel. Die hohe Gefahrenlage habe sich aber im Vergleich zum Vortag nicht verändert. Zudem könne der derzeit wehende frische bis böige Wind Brände noch anfachen.

Hitze in Berlin und Brandenburg : Waldbrand wütet bei Bötzow – Wasserbetriebe melden neuen Rekord

Ein Löschhubschrauber wirft Wasser über einem brennenden Waldstück nordwestlich von Berlin ab.Foto: Guttmann/dpa

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war der Samstag der wärmste 19. Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnung im Land. Der wärmste Ort war demnach Baruth (Teltow-Fläming) mit 36,6 Grad, gefolgt von Cottbus mit 36,3 Grad und Potsdam mit 36 Grad. Örtlich gewitterte es kräftig mit Starkregen und Hagel. Allerdings fielen die Niederschläge sehr lokal aus, etwa in den Kreisen Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz, wie ein DWD-Sprecher mitteilte.

Grillen und Lagerfeuer streng verboten

Auch in Berlin steige die Gefahr von Waldbränden, warnt die Senatsumweltverwaltung. „Wir bitten die Berlinerinnen und Berliner daher dringend darum, das Rauch- und Grillverbot im Wald und in dessen Nähe zu beachten und damit unsere Wälder zu schützen und zu erhalten“, erklärt der Leiter der Berliner Forsten, Gunnar Heyne.

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Das Rauchen im Wald oder in dessen Nähe – etwa an den Stränden von Havel und anderen Badeseen – sei ebenso verboten wie Grill- oder Lagerfeuer in Waldnähe oder das Wegwerfen von Zigarettenkippen aus dem Autofenster.

Die Berliner Wasserbetriebe registrierten am Donnerstag den höchsten Tagesverbrauch seit 20 Jahren. 911.160 Kubikmeter Trinkwasser wurden von den neun Berliner Wasserwerken an die Haushalte geliefert, allein das Werk Friedrichshagen steuerte rund 212.000 Kubikmeter dazu bei, erklärte Werksleiterin Elke Wittstock dem Tagesspiegel. Ein weiterer Rekord folgte am Tag darauf: Freitag wurden sogar 960.000 Kubikmeter Trinkwasser gefördert in Berlin.

Das Maximum des Wasserwerkes Friedrichshagen läge derzeit bei 230.000 Kubikmeter, doch das wolle man gar nicht ausschöpfen, um vor allem die Moore in den südlichen Fördergebieten zu schützen, sagte Wittstock. An diesen heißen Tagen sollten Rasenflächen nicht mehr mit Trinkwasser gesprengt werden. (mit dpa)

Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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