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Hier sehen Sie die Grüppchen-Bildung, die der Senat verbieten will

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Im James-Simon-Park saßen viele Berliner in kleinen Grüppchen beisammen. Das soll nun verboten werden
Foto: David Heerde

Endlich Temperaturen über 20 Grad, endlich länger hell, endlich mal wieder raus! Diese Fotos zeigen die Sehnsucht vieler Menschen nach Normalität. Wäre da nicht … Corona.

Von Boris Dombrowski und Hildburg Bruns

Denn Abstand halten bei all dem Frühlingsfrohsinn? Eher selten. Mitunter stehen die Berliner dicht gedrängt in Grüppchen. Plaudern, feiern und knutschen. Manche scheinen das Virus mit seinen Mutationen gedanklich ausgeblendet zu haben. Manche scheinen den Warnungen von Politikern und Wissenschaftlern angesichts der dritten Corona-Welle nicht allzu ernst zu nehmen.

Die Bilder, die in den letzten beiden Tagen an verschiedenen Orten der Stadt aufgenommen wurden, zeigen genau die Grüppchen-Bildung, die der Senat jetzt verbieten will. Besonders drastisch war es Dienstagabend auf dem Tempelhofer Feld. Obwohl das Gelände seit 19 Uhr offiziell geschlossen war, tummelten sich gegen 21 Uhr immer noch rund tausend Menschen auf dem Areal. Der Sicherheitsdienst alarmierte daraufhin die Polizei.

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Polizisten im Einsatz im Volkspark Friedrichshain. Dort wurde von Dutzenden Jugendlichen eine Geburtstagsparty gefeiert (Foto: David Heerde)

Bitteres Ende diese zum Teil feucht-fröhlichen Abends: Mehr als 20 Ermittlungsverfahren (Hausfriedensbruch, Angriff auf Polizisten) sowie drei Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verstoßes gegen Corona-Regeln.

Am Donnerstag will der Senat über schärfere Kontaktbeschränkungen beraten – und entscheiden. Im Visier sind Grüppenchenbildung genauso wie große Partys zu Hause und Familienfeiern.

Denn: „Wir wissen, dass die Infektionen zum größten Teil im privaten Kontext passieren“, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (54, SPD). „Und wir haben da ein Mittel, und das ist das Thema Kontaktbeschränkungen“, mahnte sie bereits Dienstag nach der Senatssitzung.

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Vor diesem Burgerladen an der Rosenthaler Straße aßen mehrere Passanten ihre bestellten Speisen – obwohl das derzeit verboten ist (Foto: David Heerde)

Details nannte Kalayci indes nicht. Es gehe aber um „andere Varianten“ als Ausgangssperren oder Ausgangsbeschränkungen, betonte sie.

Das passt ihrem SPD-Kollegen Thomas Isenberg (53) gar nicht: „Eine harte Vollbremsung ist nötiger und überfälliger denn je“, kritisierte der gesundheitspolitische Sprecher, der u.a. eine nächtliche Ausgangssperre in der Millionenmetropole Berlin fordert.

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An der Museumsinsel trafen sich mehrere junge Leute und genossen den lauen Frühlingsabend im Herzen der Stadt (Foto: David Heerde)

Doch diese ist in den rot-rot-grünen Koalition kaum mehrheitsfähig. Nach B.Z.-Informationen sind im Senat jetzt Kontaktbeschränkungen „zu bestimmten Uhrzeiten“ im Gespräch. Vermutlich werden sich künftig nach 21 Uhr nur noch maximal zwei Personen zusammen draußen aufhalten dürfen. Und tagsüber eine Familie plus eine weitere Person.

Auch in den Kitas will Rot-Rot-Grün wieder auf Notbetrieb mit maximal 50 Prozent Anwesenheit wechseln. Derzeit gibt es einen erweiterten Notbetrieb mit bis zu 70 Prozent Auslastung.

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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