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Hertha schmeißt Torwart-Trainer Petry raus

Hertha schmeißt Torwart-Trainer Petry raus

Zsolt Petry ist nicht länger Torwart-Trainer von Hertha BSC (Archivfoto)
Foto: City-Press GmbH

Hertha trennt sich von Zsolt Petry (54)! Das umstrittene Interview hat Folgen. Der Hauptstadtklub stellt seinen Torwart-Trainer mit sofortiger Wirkung frei.

Hertha-CEO Carsten Schmidt (57) erklärt: „Die Arbeit von Zsolt Petry wurde in seinen Jahren bei Hertha BSC immer sehr geschätzt. Ebenso erlebte man ihn stets offen, tolerant und hilfsbereit. Er hat zu keiner Zeit homophob oder fremdenfeindlich agiert. Auch unter Würdigung von Übersetzungsfeinheiten und der Tatsache, dass einige Aussagen von Zsolt im Interview ohne Rücksprache vor der Veröffentlichung weggelassen wurden, mussten wir letztlich feststellen, dass die getätigten Äußerungen insgesamt nicht den Werten von Hertha BSC entsprechen. Wir danken Zsolt Petry für die geleistete Arbeit und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.“

Am Montag hatte die ungarische Tageszeitung „Magyar Nemzet“ ein Interview mit Petry veröffentlicht, in dem dieser die europäische Migrationspolitik kritisierte. Im selben Interview wurde Petry zu Landsmann und RB-Leipzig-Keeper Péter Gulácsi (30) befragt, der sich zuletzt für die Gleichberechtigung homosexueller Menschen eingesetzt hatte.

Die Zeitung zitierte Petry wie folgt: „Die Mehrheit der ungarischen Gesellschaft stimmt der Meinung von Gulasci zu Regenbogenfamilien nicht zu. Ich weiß nicht, was Peter veranlasst haben könnte, sich für Homosexuelle, Transvestiten und Menschen sonstiger geschlechtlicher Identität einzusetzen. Ich hätte die Gemüter an seiner Stelle nicht aufgewühlt.“

Herthas Verantwortliche baten den Torwart-Trainer schon am Abend zum Gespräch, hielten eine Krisensitzung ab. Heute Mittag folgte ein zweiter Rapport und letztlich der Rausschmiss.

In einer Stellungnahme des Klubs erklärte Petry selbst: „Ich möchte betonen, dass ich weder homophob noch fremdenfeindlich bin. Meine Aussage zur Einwanderungspolitik bedaure ich sehr und möchte all die Menschen, die bei uns Zuflucht suchen und die ich damit beleidigt habe, um Entschuldigung bitten. Ich war sehr gerne für Hertha BSC tätig und respektiere diese Entscheidung. Ich wünsche allen bei Hertha BSC viel Erfolg für die Zukunft.“

Eine Zukunft ohne den langjährigen Torwart-Coach.

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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