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Kritik von Uefa, Fifa und DFL

Zwölf europäische Spitzen-Vereine wollen Superliga!

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Es geht um richtig viel Geld! Zwölf europäische Fußball-Spitzen-Klubs wollen zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine europäische Superliga gründen. Mehrere Vereine wie der englische Meister FC Liverpool veröffentlichten in der Nacht zum Montag eine entsprechende Stellungnahme auf ihren Internetseiten.

Außerdem dabei: der AC Mailand, Arsenal London, Atletico Madrid, Chelsea London, FC Barcelona, Inter Mailand, Juventus Turin, Manchester City, Manchester United, Real Madrid und Tottenham Hotspur.

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Deutsche und französische Vereine haben sich dem Bündnis bislang nicht angeschlossen.

Die zwölf Vereine erwarten, dass drei weitere Klubs vor dem Beginn der ersten Saison folgen werden. Welche das sind, ist noch nicht bekannt. Wenn es nach ihnen geht, soll die Saison so schnell wie möglich starten.

Was genau ist geplant?

Die Gründer-Klubs wollen, dass von August bis Mai an den mittleren Wochentagen – also in Konkurrenz zur Champions League – gespielt wird. Es soll zwei Zehner-Gruppen geben, in denen Hin- und Rückspiele ausgetragen werden. Danach ist ein Viertelfinale, Halbfinale und Finale wie in der Königsklasse geplant.

Neben zwölf genannten Vereinen sollen drei weitere dauerhaft dabei sein. Dazu sollen fünf wechselnde Vereine kommen, die sich über ihre Leistungen in der Liga qualifizieren. Der Quali-Modus wurde noch nicht genauer bestimmt.


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Für Preisgelder und Solidaritätszahlungen an nicht teilnehmende Vereine sollen den zwölf Klubs die unfassbare Summe von 3,5 Milliarden Euro zur Verfügung stehen.

Kritik von Uefa, DFL, Fifa und Politik

Der Zeitpunkt der Veröffentlichung des Statements einen Tag vor der Sitzung des Uefa-Exekutivkomitees lässt vermuten, dass die Gründer-Vereine Druck auf den europäischen Verband machen will. Die Uefa wollte in ihrer Sitzung am Montag eine Reform der Champions League (unter anderem 36 statt 32 Teilnehmer) beschließen.

Die Uefa bedankte sich ausdrücklich bei den deutschen Vereinen „Wir danken den Klubs in anderen Ländern, insbesondere den französischen und deutschen Klubs, die sich geweigert haben, sich dem anzuschließen.“

DFL-Boss Christian Seifert (51): „Wirtschaftliche Interessen einiger weniger Top-Klubs in England, Italien und Spanien dürfen nicht die Abschaffung gewachsener Strukturen im gesamten europäischen Fußball zur Folge haben. Es wäre insbesondere unverantwortlich, die nationalen Ligen als Basis des europäischen Profifußballs auf die Weise irreparabel zu beschädigen.“

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Auch die Fifa kann mit den Plänen nichts anfangen. Ohne die geplante „Super League“ beim Namen zu nennen, hat sich der Weltfußballverband unmittelbar nach Bekanntgabe durch die Klubs ein weiteres Mal gegen das Vorhaben ausgesprochen und ihre „Missbilligung“ zum Ausdruck gebracht. „Aus unserer Sicht und in Übereinstimmung mit unseren Statuten, sollte jeder Wettbewerb im Fußball, egal ob national, regional oder global die Grundprinzipien Solidarität, Inklusivität, Integrität und gleichberechtigte finanzielle Umverteilung widerspiegeln“, hieß es in der in der Nacht zu Montag versendeten Stellungnahme.

Unterstützung bekommt sie dabei von Briten-Premier Boris Johnson (56). Der meldete sich nach der Verkündung der Klubs bei Twitter zu Wort. Er stellt sich auf Seite der Uefa, sagt: „Die Pläne für eine europäische Superliga sind sehr schädlich für den Fußball und deshalb unterstützen wir die Fußball-Verbände etwas dagegen zu unternehmen.“

Themen: AC Mailand Champions League DFL FC Barcelona FC Liverpool Fifa Inter Mailand Juventus Turin Real Madrid Uefa
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